ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:16 Uhr

Handball
Klassenerhalt – LHC erfüllt seine Pflicht

 Nick Widera (2.v.l.) und die Cottbuser, hier in einem früheren Spiel, werden die Lausitz auch in der kommenden Saison in der Oberliga Ostsee-Spree vertreten.
Nick Widera (2.v.l.) und die Cottbuser, hier in einem früheren Spiel, werden die Lausitz auch in der kommenden Saison in der Oberliga Ostsee-Spree vertreten. FOTO: Steffen Beyer
Berlin/Cottbus. Die Cottbuser Oberliga-Handballer können nach dem wichtigen 30:24-Erfolg bei Blau-Weiß Berlin vorzeitig jubeln. Von Wolfgang Swat

Nach dem Spiel  in Berlin bei Gastgeber Blau-Weiß wurde in der Cottbuser Kabine gejubelt, und es gab natürlich an diesem Samstag und dem 30:24-Sieg gegen die SpVG Blau-Weiß 1890 auch das eine oder andere hopfenhaltige Kaltgetränk. Durch den am Ende noch deutlich herausgespielten Erfolg hat der LHC den wichtigsten Auftrag in einer schwierigen  Saison erfüllt und vorzeitig den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga  gesichert.

Die Lausitzer waren mit  Selbstvertrauen, aber auch mit einigem Respekt in das Spiel gegangen, weil sie sich bei den Berlinern auf den Nachteil des haftmittelfreien Umgangs mit einem dadurch flutschigen Ball einstellen mussten.  Die Verwendung von Klister ist in Berliner Hallen nämlich überwiegend verboten, was das Fangen des Spielgerätes deutlich erschwert. Unter der Woche  war deshalb beim Training der „Leimtopf“ für die LHC-Männer geschlossen geblieben, was sich am Ende doppelt ausgezahlt hat: Der Klisterverbrauch wurde gesenkt, und die so wichtigen zwei Punkte trotzdem geholt.

In der Deckung hatte der LHC diesmal die defensive Variante gewählt, die zunächst gut aufging. „Wir haben mit Fernwürfen gerechnet, weil wir wussten, dass da nicht viel kommt“, beschrieb Trainer Marcus Meier die taktische Ausrichtung. Bis zur  18.  Minute hatte sich der Gast aus der Lausitz beim 7:11 ein kleines Polster zugelegt. Das war allerdings bis zum  Pausenpfiff  und dem 13:14 wieder äußerst dünn geworden, nicht zuletzt, weil Kapitän Robert Takev mit Rückenschmerzen zu kämpfen hatte.

Die Unruhe beim LHC hielt sich dennoch in Grenzen. „Uns war klar, dass es kein Selbstläufer wird, wir hatten uns darauf eingestellt“, sagte Meier.  So war  es kein Wunder, dass es auch in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit eng blieb, weil ein Erfolg  die Chancen der Berliner auf den Oberliga-Verbleib beträchtlich  erhöht hätte.  Die Initialzündung beim  LHC löste beim Stand von 24:24 in der 50. Minute dann ein vergebener Siebenmeter des Gastgebers aus.  „Da hatten wir sie an dem Punkt, an dem wir Berlin haben wollten“, freute sich Meier und anerkannte: „Endlich haben wir es dann mal ruhig und besonnen zu Ende gebracht und uns  im Angriff keine unnötigen Würfe genommen.“

Weil zudem die Deckung  weiter kompakt stand,  konnten die LHC-Spieler nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung ihr Erfolgspils genießen.

Blau-Weiß Berlin – LHC Cottbus 30:24 (13:14)

LHC: Adam, Hinzer (Tor); A. Takev (6), Nietzel (5), Widera (5), Efa (5), Schulze (5), Volk (2), Hüneburg (1), Wieland (1), R. Takev, Reimann