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| 19:20 Uhr

Handball
Keine Konstanz – LHC Cottbus ist eine Wundertüte

Ludwigsfelde. Die Oberliga-Handballer verlieren knapp in Ludwigsfelde. Von Wolfgang Swat

In der Handball-Oberliga haben die Männer des LHC Cottbus die Serie der Unbeständigkeit fortgesetzt. Nach dem zuletzt überzeugenden Heimerfolg gegen die Mannschaft von OSF Berlin (33:24) folgte am Samstag eine 29:30-Niederlage beim Ludwigsfelder HC. Damit liegen die Lausitzer bereits fünf Punkte hinter Tabellenplatz fünf, der als Minimalziel vor der Saison ausgegeben war.

„Uns fehlen gegenwärtig Stabilität und Konstanz“, stellte Marcus Meier enttäuscht fest. „Im vorangegangenen Spiel war die Abwehr gut, diesmal mangelte es uns hinten durchgehend an Abstimmung, Beweglichkeit und Aggressivität“, monierte der Trainer. So kommt es, dass der vorjährige Oberliga-Meister wie eine Wundertüte wirkt, bei der man nie weiß, was am Ende ­herauskommt. Siegen gegen Spitzenmannschaften wie Stralsund oder Altlandsberg folgten Niederlagen gegen vermeintlich schwächere Gegner wie gegen Greifswald/Loitz oder Tegel.

Nun waren die Begegnungen gegen Ludwigsfelde in der Oberliga Ostsee-Spree meist Partien mit knappen, aber stets erfolgreichen Ausgängen für die Cottbuser. Anders ist das in dieser Saison, in der die Lausitzer die ersten beiden Niederlagen gegen den Kontrahenten kassierten. Wie schon mehrfach in der aktuellen Punktspielserie waren es Schwächemomente zu Beginn der zweiten Halbzeit, die den LHC am Ende einen Punktgewinn kosteten. Nach einer Halbzeitführung von 14:15 gestatteten die Cottbuser dem Gastgeber einen Zwischenspurt vom 20:19 auf den vorentscheidenden Vorsprung zum 25:20. Im Angriff lief das Spiel der Cottbuser zu sehr über die Breite des Spielfeldes und zu wenig in die Tiefe. „Jede erfahrene Deckung kommt ja dabei ins Frieren“, charakterisierte Co-Trainer Dieter Sklenar etwas sarkastisch diese Phase.

Es spricht für die Lausitzer, dass sie nicht verzagten, sondern sich trotz mancher Unzulänglichkeiten  wieder an den Gastgeber heran kämpften, nicht zuletzt deshalb, weil Florian Berndt im Tor die Mannschaft mit einer guten Leistung im Spiel hielt. Eineinhalb Minuten vor dem Abpfiff hatte Nick Widera, der mit zehn Toren erneut erfolgreichster Werfer beim LHC war, den Anschluss zum 30:29 hergestellt. Als Ludwigsfelde 45 Sekunden vor Schluss dann einen Siebenmeter und damit die Vorentscheidung vergab, vermochten die Cottbuser dennoch daraus kein Kapital zu schlagen. „Am Ende haben Cleverness und letzte Konsequenz gefehlt“, stellte Meier fest.

LHC: Berndt (Tor); Widera (10 Tore), A. Takev (8), Lößner (4), Baccar (2), Schmitz (2), R. Takev (1), F. Takev (1), Efa (1), Nietzel, Reimann, Mulemba