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| 17:09 Uhr

Fussball
Kampfabstimmung im Fußballkreis

Bernd Ospalek (l.) und David Chollee.
Bernd Ospalek (l.) und David Chollee. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Der bisherige Jugendausschuss-Chef Chollee löst Bernd Ospalek als Vorsitzender des Fußballkreises Niederlausitz ab. Von Georg Zielonkowski

Knapp ging es auf dem Fußball-Kreistag Niederlausitz bei der Wahl zum neuen Vorsitzenden des Fußballkreises Niederlausitz zu. Von den 81 Wahlberechtigten erhielt schließlich David Chollee vier Stimmen mehr als Mitbewerber Bernd Ospalek. So wird der bisherige Jugendausschuss-Vorsitzende künftig die Geschicke der 85 Niederlausitzer Fußballvereine lenken.

Der in der Kampfabstimmung Unterlegene entschied sich in der Stunde der für ihn unerwarteten Niederlage dennoch, der Führungsriege weiterhin als Geschäftsführer zur Verfügung zu stehen: „Den Schreck musste ich erst mal sacken lassen. Trotz meiner Enttäuschung habe gerade meine bessere Hälfte, der ich am Dienstag das Ja-Wort geben werde, angerufen und mich auf ihren Rat hin dennoch für die Weiterführung des Geschäftsführer-Amtes entschieden. Meine Gratulation dem Sieger, dem ich verspreche, ihn künftig mit meiner Erfahrung im Interesse unserer Vereine zu unterstützen“, so der 62-jährige Ospalek, der sich einem 23 Jahre jüngeren geschlagen gab.

Keine Veränderung gab es auf der Position des stellvertretenden Vorsitzenden, die weiterhin der Spremberger Bernd Wuschech bekleidet. Thomas Hütten wird den ausgeschiedenen Kreiskassenwart Joachim Zengler beerben, während Rene Müller nunmehr dem Sportgericht vorstehen wird.

Dem neuen Kreis-Vorsitzenden David Chollee geht es künftig darum, so erklärte er in seiner kurzen Dankesrede, das Miteinander von Vereinen und Vorstand zu verbessern. Zudem sagte er jeglicher Form von verbalen Beleidigungen und tätlichen Angriffen der Spieler untereinander, erst recht gegenüber den Unparteiischen, den Kampf an. „Bei solchen Dingen, die zuletzt öfter beobachtet wurden, wird konsequent gehandelt, und es wird ohne Rücksicht auf Personen und Vereine drastische Strafen geben. Wir alle wollen bei unserem geliebten Sport Entspannung und Spaß haben. Dazu gehört ein kameradschaftlicher Umgang, der bei allem Ringen um Siege und Punkte nicht verloren gehen darf!“

Nach 17-jähriger ehrenamtlicher Arbeit als Kreisvorsitzender wurde Frank Leopold aus dem Amt verabschiedet, doch wurde der Ehrenamtspreisträger des DFB des Jahres 2017 von den Anwesenden zum Ehrenvorsitzenden des Fußballkreises Niederlausitz berufen. Der frühere Forster Schiedsrichter wurde zum Abschied mit reichlich Anerkennung bedacht. So anerkannte der stellvertretende Vorsitzende des Fußball-Landesverbandes, Fred Kreitlow, die in der Sache stets hartnäckige, jedoch immer sachliche und ruhige Art des Frank Leopold: „Alles, was er tat und entschied, galt dem Wohl des Fußballs im Fußball-Kreis!“

Zugestimmt hatten die Delegierten im „Deutschen Haus“ auch einem Antrag, den der Kreis dem Landesverband übergeben wird. In diesem sprechen sich die Vereine dafür aus, künftig den Kreispokalwettbewerb ausschließlich mit Vereinen des Kreises auszurichten. Die bisherige Einbeziehung von Mannschaften der Region, die im Landesspielbetrieb unterwegs sind, sollte der Vergangenheit angehören, erhofft man sich im Kreis.