| 17:47 Uhr

Fussball
Jetzt oder nie: Krieschow und der heiße Advent

Mathias Krüger und der VfB Krieschow sind nach sechs Pleiten in Folge ans Tabellenende gestürzt.
Mathias Krüger und der VfB Krieschow sind nach sechs Pleiten in Folge ans Tabellenende gestürzt. FOTO: Sven Bock / FuPa Brandenburg
Krieschow. Der Aufsteiger ist seit 48 Tagen ohne Punkt und Schlusslicht in der Fußball-Oberliga. Im letzten Spiel 2017 kommt es zum direkten Duell mit dem Tabellenvorletzten. Von Roland Scheumeister

Der VfB Krieschow schließt am Samstag seine erste Halbserie als Oberligist an. Erwartet wird mit dem SV Merseburg der Tabellenvorletzte. Die Anhaltiner haben auswärts erst einen Zähler gebucht und stellen – zumindest von der Papierform her – eine lösbare Aufgabe dar für den seit sechs Liga-Spielen punktlosen Tabellenletzten aus der Niederlausitz.

Fünf Zähler beträgt der Rückstand der Krieschower bereits auf Wismut Gera und einen Nichtabstiegsplatz. Und das, obwohl die Mannschaft von Trainer Toni Lempke zu den Teams mit den meisten Spielen gehört. Insofern wird dieses erste Adventswochenende für die Krieschower eher verdammt heiß als kalt. Gegen Merseburg muss gepunktet und wahrscheinlich sogar gewonnen werden. Jetzt oder nie.

Ungeachtet der Niederlagenserie des Aufsteigers bleiben die Verantwortlichen im VfB-Lager aber weiterhin cool und sachlich. Manager Christof Lehmann sieht die Situation realistisch: „Wir sind die Herausforderung Oberliga bewusst mit dem Gros unseres Aufstiegskaders angegangen und wollten erst einmal sehen, was in dieser Südstaffel geht.“ Und trotz der Roten Laterne, die man 90 Minuten vor dem Ende der Hinserie erspielt hat, sieht Lehmann seinen VfB noch handlunsfähig. „Unsere Einschätzung ist, dass wir oft nah an zählbaren Erfolgen dran waren, andrerseits aber auch Lehrgeld zahlen mussten.“ Zudem hätten Verletzungsausfälle wie der von Kapitän Fabian Lieschka, der in der Hinrunde nur drei Partien bestreiten konnte, oder aktuell der von Markus Kaiser ihr Übriges getan.

Der Manager deutet aber gleichzeitig an, dass er sich auch Gedanken macht über etwaige Veränderungen im Winter. „Wir werden die Winterpause nutzen, um die Erfahrungen der Hinrunde gründlich zu analysieren und gezielt an einigen Stellschrauben zu drehen, um im Frühjahr unsere guten Ansätze zu Resultaten auszubauen. Der Klassenerhalt in der fünften Liga, den noch kein Team aus der Niederlausitz aufzuweisen hat, ist nach wie vor unser Ziel, was angesichts der kleinen Abstände in der Tabelle auch realistisch ist.“ Dazu aber braucht Krieschow ein Erfolgserlebnis im Kellerduell am Samstag (13 Uhr). Für das Punktekonto. Aber auch für die Moral. Denn nach 48 Tagen ohne einen Punkt strotzt keine Mannschaft dieser Welt vor Selbstbewusstsein.