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Herzrasen und Glück – U17 des FCE bleibt Tabellenführer

Der technisch starke Andre Marenin kurz vor der Eingabe, die zum Tor des Tages führte.
Der technisch starke Andre Marenin kurz vor der Eingabe, die zum Tor des Tages führte. FOTO: Zielonkowski/ski1
B-Junioren Regionalliga. Mit einem knappen 1:0-Erfolg gegen abstiegsbedrohte Babelsberger hat die B-Jugend des FC Energie Cottbus die Regionalliga-Tabellenspitze verteidigt. Tags zuvor hatte der punktgleiche Verfolger Chemnitz mit einem klaren 3:0 gegen Jena vorgelegt, sodass sich der FCE am vorletzten Spieltag keinen Patzer erlauben durfte, um mit Platz eins die direkte Bundesliga-Aufstiegschance zu wahren. ski1

Es mag an der erwähnten Last gelegen haben, dass die Schützlinge von Sebastian König anfangs nicht den üblichen Spielfluss erreichten und eben nicht wie so oft zuvor ein schnelles Tor für die eigene Sicherheit erzielen konnten. Babelsberg stand zudem absolut stabil in der Abwehr, mit einem außergewöhnlichen Torhüter, der jede Möglichkeit (Marenin 11., Geisler 13., Eisenhuth 41.) der Hausherren entschärfte.

Nach dem Wiederanpfiff erhöhte Energies B-Jugend sichtbar den Druck, der schon bald (48.) erfolgreich zum Ziel führte. Der technisch sehr starke und oft auf dem rechten Flügel durchbrechende Andre Marenin setzte sich in dieser Szene erneut großartig durch, um fast von der Grundlinie nach innen zu flanken, wo Energies bester Torschütze Colin Raak goldrichtig stand und per Kopf die Führung und damit seinen zehnten Saisontreffer erzielte. Dadurch wohl bestärkt, kam Cottbus noch mehr in Fahrt, vier weitere große Möglichkeiten führten allerdings nicht zum Erfolg.

Sieben Minuten vor dem Ende sorgte dann eine völlig durcheinander geratene und zudem sorglos agierende Energie-Abwehr auf der Cottbuser Trainerbank und bei den knapp 100 Besuchern für Herzrasen. Gleich vier freie Einschusschancen gewährte die bis dahin so sichere FCE-Abwehr den Gästen. Dass die Tirade Babelsberger Torschüsse teils geblockt, teils glücklich verhindert und abschließend von Torhüter Tim Stawecki unschädlich gemacht wurde, lag nicht zuletzt am Glück, dass Tabellenführer offenbar gepachtet haben, wie Sebastian König später einräumte.

"Da hätten wir uns nicht beklagen dürfen, wenn die wirklich aufopferungsvoll kämpfenden Gäste hier das 1:1 machen", bemerkte der Cottbuser Coach. "Der Sieg war hochverdient, wir müssen den Sack allerdings vorher zumachen. Aber egal wie, die drei Punkte haben wir, und das ist erst einmal das Wichtigste."