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Heiratsantrag und haushoher Heimsieg

Souveräne Partie: Benny Schulz (Nr. 7) gelang bereits nach wenigen Minuten der erste Sechser gegen die Berliner. Das nächste Heimspiel der Crayfish, dann gegen Aufsteiger Jena, findet am 24. Juni statt.
Souveräne Partie: Benny Schulz (Nr. 7) gelang bereits nach wenigen Minuten der erste Sechser gegen die Berliner. Das nächste Heimspiel der Crayfish, dann gegen Aufsteiger Jena, findet am 24. Juni statt. FOTO: Rudolf Neuland/rdn1
Cottbus. Der Football-Regionalligist Cottbus Crayfish besiegt die Berlin Bears mit 35:0. Und John Marc Friedrichs Lebensgefährtin sagt Ja. Rudolf Neuland / rdn1

Den Kampf um die Tabellenspitze der Regionalliga Ost haben die Footballer der Cottbus Crayfish am 3. Spieltag mit einem verdienten und deutlichen Heimsieg entschieden. Im Leichtathletikstadion des Sportzentrums wurden die "Bären" aus dem Berliner Stadtteil Britz am Samstag klar mit 35:0 bezwungen.

Vor Spielbeginn gab es einige emotional sehr bewegende Minuten. Der Cottbuser Offense Liner John Marc Friedrich überraschte seine Lebensgefährtin Julia Nietz mit einem öffentlichen Heiratsantrag. Unter dem Beifall zahlreicher Freunde, Verwandter, aller Mannschaftskameraden und auch seines Ex-Teams aus Berlin überreichte John Marc seiner Julia vor ihr knieend einen Ring. Wer genau hinsah, erkannte bei der anschließenden innigen Umarmung beim künftigen Ehepaar auch einige Freudentränen.

Pünktlich um 16 Uhr gab der Hauptschiedsrichter dann das Signal zum ersten "Kick Off". Nach kurzem Abtasten leiteten die Crayfish mit einen schnellen Angriff die 7:0-Führung ein. Benny Schulz legte die "Pille" zum Touchdown ab, und Ronny Goldhammer verwandelte nicht nur diesen, sondern später auch alle weiteren Extrakicks. Bis zum Ende der ersten Halbzeit bauten die Lausitzer durch Touchdowns von Nico Hermes und den Spremberger Mechatroniker Paul Sommer ihren Vorsprung auf 21:0 aus.

Vor Beginn der zweiten Spielhälfte war die Frage, ob das verjüngte Crayfish-Team weiter so temporeich-offensiv agieren würde oder aber den hochsommerlichen Temperaturen Tribut zollen müsste. Doch es blieb wie von Beginn an. Die Berliner wurden im gesamten dritten Viertel immer wieder in die Defensive gedrängt, und den Gästen aus der Hauptstadt gelangen keine verwertbaren Aktionen zum Raum- oder gar Punktgewinn. Im letzten Quarter zogen die Cottbuser nach zwei weitere Touchdowns von Paul Sommer auf das starke und umjubelte 35:0-Endresultat davon.

Der Berliner Headcoach Jens Baumgart gratulierte den Crayfish "zu einem verdienten Sieg als Ergebnis einer konstanten Teamleistung in einem fairen Match". Er kündigte aber auch an: "Im Rückspiel gehen wir garantiert anders zu Werke."

Crayfish-Cheftrainer Jörg Steudtner freute sich über den haushohen Heimsieg und lobte die solide Leistung der eigenen Abwehr, "weil sie zu Null gespielt hat". Man habe die vielen Fehler der "Bears" konsequent ausgenutzt und im Angriff ab und zu ein Highlight gesetzt. "Unsere Offensive hat endlich einmal angedeutet, wo wir hin wollen." Was Steudtner meint: Die Saisonziele lauten Relegation und Aufstieg.