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| 02:43 Uhr

HC Spreewald ist auch ohne Stammkräfte eine Waffe

Lübben. Der HC Spreewald hat sein Topspiel als Brandenburgliga-Dritter im heimischen "Blauen Wunder" gegen den Tabellennachbarn aus Wildau (Platz vier) gewonnen und damit die Hinrunde erfolgreich abgeschlossen. Mit dem HSV Wildau trafen die Männer um Trainer Mirko Wolschke auf eine junge, dynamische Mannschaft, die im bisherigen Saisonverlauf solide Siege gegen direkte Kontrahenten einfuhr. Chris Guhrenz

Der Spreewaldkahn war seinerseits nicht voll besetzt. Der langzeitverletzte Jens Kranick, sowie Steven Schnitzer und Pascal Freund mussten passen. Kurzerhand erklärten sich die ehemaligen Mannschaftskameraden Bert Orbanz und Wolfgang Freimann bereit, im Notfall auszuhelfen. Außerdem kehrte Tim Glowinkowski nach langer Leidenszeit zurück in den Kader. Trotz der Ausfälle zeigten die Spreewälder eine über weite Strecken geschlossene Mannschaftsleistung. Hohes Angriffstempo, Torgefahr von allen Positionen, sowie ein blendend aufgelegter Daniel Wegner im Tor ließ die HC-Sieben einen beruhigenden 17:11-Halbzeitvorsprung herausspielen. Die an diesem Tag sehr junge Mannschaft des HC hatte zuvor recht schnell spielerische Alternativen gefunden. Wolfgang Freimann (2 Tore) gab dem Rückraum kurzzeitig Entlastung und setzte seine Nebenleute in Szene, sodass beim 13:8 (23.) ein Fünf-Tore-Vorsprung erspielt wurde. Auch die Absprache im neu formierten Mittelblock um Erik Handke und Jörn Grötschel funktionierte zum Ende der ersten Halbzeit immer besser. Die pfeilschnellen Außen um Toni Koppatz (2), der dem HC aufgrund eines Bundeswehreinsatzes in den kommenden Wochen fehlen wird, und Danilo Wendt (2) setzten dabei immer wieder Akzente.

Zurück auf dem Parkett machten die beiden Außen da weiter, wo sie vor dem Seitenwechsel aufgehört hatten. Auf das 19:13 (35.) der Wildauer folgte eine fünfminütige "Hasenjagd" der Gastgeber, wobei zahlreiche Möglichkeiten ausgelassen wurden (21:15/41.) Aufgrund von Verletzung, konditioneller Defizite und mangelnder Alternativen auf Wildauer Seite, aber auch einem bärenstarken Abwehrmittelblock Handke/Beyer verloren die Gäste zunehmend die Lust am Spiel. Die Spreewälder schmissen ihrerseits den Motor an. Binnen acht Minuten erspielte sich die HC-Sieben nach Toren von Nils Werner (2), Chris Guhrenz (2) und Florian Beyer (2) einen Zwölf-Tore-Vorsprung (49.). Das Spiel war beim 27:15 frühzeitig entschieden. Beim 33:19 ertönte der Schlusspfiff.

Nach anfänglichen Problemen zeigten die Spreewälder, dass sie auch ohne ihre erfahrenden Stammkräfte ein durchschlagskräftiges Angriffsspiel zeigen können. Der junge Mittelblock (18 bis 21 Jahre) überzeugte durch viel Laufarbeit und kaufte den Wildauern nach 40 Minuten den Schneid ab.

HCS: Tor: Florian Kleindienst, Daniel Wegner. Feld: Tim Glowinkowski, Danilo Wendt (5/1 Tore), Toni Koppatz (5), Florian Beyer (4), Erik Handke (1), Jörn Grötschel (1), Pascal Würfel, Nils Werner (9/3), Chris Guhrenz (5), Bert Orbanz und Wolfgang Freimann (3).