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Handball
LHC-Frauen verlieren nach heftigem Spiel

Cottbus. Beim 22:23 in Massen wurden die Cottbuserinnen von ihren Gegnerinnen ziemlich hart angegangen. Von Georg Zielonkowski

Ihr Auswärtsspiel beim TSV Massen haben die Handballerinnen des LHC Cottbus knapp 22:23 verloren und damit ihre erste, zugleich aber völlig unnötige Saisonniederlage kassiert. Waren es doch die vertretungsweise von Tobias Grafe betreuten Cottbuserinnen, die über weite Teile der Spielzeit der Partie ihren Stempel aufgedrückt haben.

Mit ihrem druckvollen Spiel lagen die LHC-Damen schon nach zehn Minuten 7:2 vorn, um bis zur Pause die Gastgeberinnen allerdings auf 12:13 heran kommen zu lassen. Identisch auch der Verlauf der zweiten 30 Spielminuten:  Wieder waren da nur zehn Minuten vergangen, bis Cottbus erneut ein Fünftore-Plus heraus geworfen hatte. Doch hatte auch dieses 17:12 nicht endgültigen Bestand, weil die Gäste speziell in den letzten zehn Spielminuten regelrecht kopflos wirkten.

Sicher war die teils überharte Gangart der Heimmannschaft nicht dazu angetan, die eigene Ruhe zu bewahren. Sich aber derart von den eigenen Fähigkeiten abbringen zu lassen und den Kampf Frau gegen Frau anzunehmen, war eher unklug.

„Wir wollten uns die teilweise wirklich brutale Spielart nicht gefallen lassen, zumal uns die Unparteiischen in keiner Weise geschützt haben“, so Marlen Matthee, die noch am Montagabend beim Training ihre von Blutergüssen völlig verfärbten Arme präsentierte.

Zwar wurde Marlen Matthee selbst in der Schlussminute für zwei Minuten vom Feld geschickt, doch wäre da der Spielstand von 22:22 gut und gern zu verteidigen gewesen. „Dann aber hat kurz darauf die neue Regel gegriffen. Gibt es irgendwo auf dem Spielfeld ein Rot-würdiges Foul, wird direkt auf Siebenmeter entschieden. Diese Chance haben sich die Gastgeberinnen nach dem Foul von Nicole Dubrau nicht nehmen lassen“, so  Marlen Matthee, die eine sehr erfahrene Spielerin ist. An ein vergleichbar hartes Einsteigen einer gegnerischen Mannschaft konnte sie sich in ihren fast 20 Jahren Mädchen- und Frauenhandball allerdings nicht erinnern.