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Handball
LHC mit zweitem Sieg in Folge

Don Pablo Mulemba (l.), hier im letzten Heimspiel, machte in Grünheide ein tolles Spiel für den LHC.
Don Pablo Mulemba (l.), hier im letzten Heimspiel, machte in Grünheide ein tolles Spiel für den LHC. FOTO: Steffen Beyer
Grünheide. Die Cottbuser Handballer gewinnen nach einer starken zweiter Halbzeit in Grünheide mit 28:22. Von Wolfgang Swat

In der Handball-Oberliga haben die Männer des LHC Cottbus am Samstag beim Grünheider SV mit 28:22 gewonnen. Durch den zweiten Sieg in Folge rückten sie auf Tabellenplatz sieben vor.

Der LHC tat sich in Grünheide anfangs schwer. Während der Deckungsverbund mit einem starken Julien Adam im Tor stabil wirkte und den Angreifern von Grünheide nur wenig Lücken bot, taten sich die Lausitzer in der gegnerischen Hälfte schwer. „Wir haben zeitweise mehrere Angriffe durch viele technische Fehler und Fehlwürfe weggelassen“, stellte Trainer Marcel Linge fest.

Möglicherweise war die Unruhe, die vor dem Anpfiff im Umfeld des Spiels spürbar war, eine Ursache für die Unsicherheiten. Bekanntlich spielt nach den Querelen im Cottbuser Nachwuchs-Landesstützpunkt eine ehemalige LHC-Jugendmannschaft mit Schülern der Lausitzer Sportschule seit Saison-Beginn für den Grünheider SV in der Brandenburg-Liga. „Insgesamt aber war die Atmosphäre in Grünheide gut, es gab von keiner Seite irgendwelche Anfeindungen“, hob Linge hervor. „Wir haben uns als Verein in Grünheide gut präsentiert.“

Und das vor allem nach einer deutlichen Steigerung in der zweiten Halbzeit. In den ersten 30 Minuten mussten die Cottbuser zeitweise einem Drei-Tore-Rückstand hinterher laufen. Das war umso schwieriger, weil mit Ernst Efa, Glenn Nietzel und Ali Mohamed Bacca drei Spieler verletzt nicht zur Verfügung standen sowie Nick Widera (Trainingsrückstand) und Marcus Meier (Erkältung) zunächst nur auf der Bank saßen.

Mit den Einwechslungen von Kapitän Meier und Torjäger Widera bekam das Spiel der Cottbuser nach und nach schärfere Konturen. Zur Halbzeit hatten die Gäste aus der Lausitz den zeitweiligen Rückstand in eine 11:10-Führung umgewandelt.

Es blieb auch nach Wiederbeginn zunächst knapp. Dann aber legte der LHC nach der 14:13-Führung einen „sensationellen“ (Linge) 11:0-Lauf hin, der mehr als die Vorentscheidung bedeutete. Vorn hatten die Angreifer an Übersicht gewonnen und in der Abwehr glänzte der Abwehrblock, aus dem die beiden Neuzugänge Don Pablo Mulemba und Marc Schmitz von Trainer Linge noch ein Sonderlob bekamen. Diese Stabilität eröffnete den Lausitzern zahlreiche Kontermöglichkeiten, die nun konsequent genutzt wurden.

Zu seinem Debüt kam kurz vor Spielende mit Ray Warnst sogar noch ein Nachwuchsmann aus der LHC-Juniorenmannschaft, der vor Saisonbeginn vom Grünheider SV zum LHC gewechselt war.