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Guter Saisonstart für BMX-Sportler

In Rio erlebte Luis Brethauer (Nummer 572) vom BMX-Team Cottbus schon seine zweiten Olympischen Spiele.
In Rio erlebte Luis Brethauer (Nummer 572) vom BMX-Team Cottbus schon seine zweiten Olympischen Spiele. FOTO: dpa
Cottbus. Die deutschen BMX-Fahrer sind mit zufriedenstellenden Ergebnissen in die Saison gestartet. "Vor allem bei Nadja Pries ist eine deutliche Leistungssteigerung erkennbar", freut sich Bundestrainer Florian Ludewig. red/sh

"Sie ist besser drauf als bei den Olympischen Spielen. Das lässt für die Weltmeisterschaft hoffen," so der Cottbuser.

Die WM Ende Juli in Rock Hill in den USA ist der Höhepunkt der Saison. Dort hoffen die Deutschen auf Finalplätze und ein insgesamt gutes Abschneiden. Davor steht aber noch die Europameisterschaft Bordeaux in Frankreich (14.-16. Juli) auf dem Programm. "Das wird eine sehr spektakuläre EM. In der Innenstadt von Bordeaux wird extra eine Bahn gebaut, die danach wieder abgerissen wird", erzählt Ludewig.

Bei den Männern ist der für das BMX-Team Cottbus startende Württemberger Luis Brethauer nach wie vor die Nummer 1 im deutschen Kader. Zwei Mal schon hat er an den Olympischen Spielen teilgenommen, war in diesem Jahr bereits Sechster beim Weltcup in Papendahl und hat beide Bundesliga-Läufe in Weiterstadt gewonnen. In Zolder schied er nach Sturz vorzeitig aus.

"Der Weltcup-Modus wurde verändert. Es wird nach K.o.-System gefahren, niemand kann sich mehr auf einem vierten oder fünften Platz ausruhen und auf einen Hoffnungslauf warten", erklärt Ludwig. Das sorgt für vermehrte Stürze, aber auch für so manche Überraschung. "Das Mittelfeld ist breiter geworden, der Kampf ums Weiterkommen härter, weil auch die Starterfelder größer geworden sind," so Ludewig. In Papendahl standen in der Männerklasse 185 Sportler am Start, in Zolder waren es sogar 198.

Hinter Brethauer streben im deutschen Lager die Webster Brüder Liam und Axel, Julian Schmidt (alle BMX-Team Cottbus) oder Jakob Bernhart nach internationaler Anerkennung. Bernhart schaffte in Papendahl den Einzug ins Finale und belegte den siebten Platz. "Das war eine großartige Leistung", lobte Ludwig und bescheinigte auch Liam Webster "einen starken Auftritt."

Und mit Kay Stindl von der Skizunft Kornwestheim schiebt sich ein weiterer hoffnungsvoller Nachwuchsfahrer ins Rampenlicht. Der 18-Jährige schaffte es beim Super-Cross-Weltcup in Zolder in der Männerklasse sogar bis ins Halbfinale. "Zolder ist seine Lieblingsstrecke. Hier hat er als Junior schon den Europa-Cup gewonnen," erklärt der Bundestrainer, der noch vor den Deutschen Meisterschaften Anfang Juni in Hamburg mit seinem Kader nach Rock Hill in die USA zum Trainingslager reist.

Während Deutschlands BMX-Elite in den USA trainiert, entsteht in Stuttgart Deutschlands erste permanente BMX Supercross-Strecke. Geplant ist eine acht Meter hohe Startrampe für die Elitefahrer sowie eine fünf Meter hohe Rampe für den Nachwuchs. Die Strecke besteht aus vier Geraden, die mit 180-Grad-Kurven verbunden werden und den olympischen Anforderungen entsprechen sollen. Sie ist nach Fertigstellung die einzige Bahn in Deutschland mit internationalem Standard. Die Kosten belaufen sich auf 850 000 Euro. "Das eine oder andere Trainingslager werden wir sicherlich in Stuttgart abhalten", sagt Ludewig und freut sich, dass es bald eine den olympischen Standards angepasste Bahn geben wird. "Für unsere Weiterentwicklung ist das wichtig."