| 19:46 Uhr

Fussball
Großer Respekt vor den Helfern am Rande

Gruppenbild mit den in diesem Jahr geehrten Fußball-Ehrenamtlern. Der Niederlausitz-Verantwortliche Hans-Joachim Rohde (6.v.r.) würde sich wünschen, wenn noch viel mehr Vereine jene stillen Helden vorschlagen würden, die unbedingt mal gewürdigt werden sollten.
Gruppenbild mit den in diesem Jahr geehrten Fußball-Ehrenamtlern. Der Niederlausitz-Verantwortliche Hans-Joachim Rohde (6.v.r.) würde sich wünschen, wenn noch viel mehr Vereine jene stillen Helden vorschlagen würden, die unbedingt mal gewürdigt werden sollten. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Der Fußballkreis Niederlausitz hat in der Vorweihnachtszeit wieder ehrenamtlich tätige Vereinsmitglieder ausgezeichnet. Von Georg Zielonkowski

Man mag es kaum glauben, doch der Fußballkreis Niederlausitz ist der einzige im Land Brandenburg, der den stillen Helfern außerhalb der Spielflächen jenen Respekt entgegen bringt, den diese verdient haben. Weil ohne deren ehrenamtliche Arbeit weder der Spielbetrieb noch ein Vereinsleben funktionieren würde. So wurden auch kürzlich wieder wie üblich kurz vor der Festtagszeit einige der fleißigen Helfer geehrt, die zuvor von ihren Vereinen für die Ehrenamtsauszeichnung vorgeschlagen worden waren.

Doch hätte der kreisliche Ehrenamtsbeauftragte Hans-Joachim Rohde gern einige Sportkameraden mehr mit Blumen, Ehrenurkunde und Geschenk bedacht, als jene 13, die in diesem Jahr von den Vereinen vorgeschlagen wurden. „Man kann einfach nicht verstehen, dass die Leitungen der Vereine schon seit Jahren so zögerlich sind, um das Ehrenamt auf diese Weise zu würdigen“, sagt Rohde. „Jeder weiß doch, dass es weit mehr ganz fleißige Leute in den Vereinen gibt als nur die Handvoll, die wir heute hier beisammen haben.“

Andererseits gibt es einige Vereine, in denen das Einreichen von Namen verdienstvoller Helfer am Rande in jeden Herbst gehört wie das Einräumen des Sommermobiliars. So tauchen regelmäßig Vertreter aus unterschiedlichen Aufgabengebieten solcher Vereine wie Wacker Ströbitz, Viktoria Cottbus und Eiche Branitz bei den Ehrungen auf.

In diesem Jahr mussten drei der eingeladenen Männer ihre Teilnahme an der Ehrungsveranstaltung aus verschiedenen Gründen absagen: Peter Prohaska vom SV Döbern, Peter Baderschneider von Wacker Ströbitz und der Drachhausener Matthias Bohrisch – denen aber dennoch der ausdrückliche Dank der Ehrungskommission gehörte.

Zusätzlich werden seit drei Jahren auch sehr junge Menschen ausgezeichnet, die als Vorbilder der jungen Generation gelten können. Nach dem Kunersdorfer Steffen Klisch (2015) und Sarah Domann vom Spremberger SV (2016) wurde diesmal Steven Semke von Wacker Cottbus-Ströbitz als „Junger Fußball-Held“ geehrt. Er erhielt als Anerkennung genau wie seine Vorgänger eine vom DFB gestiftete Fünftagesreise nach Barcelona. Diese wird er mit 279 deutschlandweit Geehrten im Mai 2018 antreten.

Unter den zur Ehrungsveranstaltung Geladenen waren mit Ines Kaina von Viktoria Cottbus und Marie-Luise Nippe vom SV Guhrow auch zwei Damen, die König Fußball ebenfalls ganz viel Freizeit widmen.

ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE