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| 12:11 Uhr

Fussball
Großer Kampf in Unterzahl bleibt unbelohnt

Cottbus. Energies A-Jugend kassiert bei Hertha Zehlendorf noch das 1:1. Die B-Jugend verliert. Von Georg Zielonkowski

Drei Minuten vor dem Ende des A-Jugend-Regionalligaspiels bei Hertha Zehlendorf sind die Cottbuser Energie-Kicker um den Lohn ihrer Mühen gebracht worden, als der Tabellenzweite zum 1:1 einschoss. Die B-Jugend hatte den Tabellendritten Werder Bremen zu Gast und konnte das schnelle 1:0 der Gäste (3. Minute) nicht aufholen.

Geradezu verzweifelt musste Energies U19-Trainer Andreas Richter ein weiteres Mal feststellen, dass seinen Jungs der verdiente Lohn versagt blieb. Weil in der 87. Minute die Berliner aus Nahdistanz ausgleichen konnten und zu einem höchst glücklichen Punkt kamen, was Hertha-Coach Anton Galesic freimütig zugab. „Ihr hättet hier gewinnen müssen. Mit ganz viel Glück haben wir noch einen Punkt gerettet, aber der war eher unverdient. Weil ihr auch mit zehn Mann sehr gut gespielt habt“, sagte er nach der Partie tröstend in Richtung Andreas Richter.

Der Cottbuser Trainer hatte die beste Saisonleistung seiner Mannschaft gesehen, die eine Reihe von Chancen hatte, das frühe 1:0 von Colin Raak (18.) auszubauen. Selbst nach dem Platzverweis von Pieter Marvin Wolf, bei dem der Berliner (!) Schiedsrichter Mangold in der 39. Minute ein Revanchefoul sah, waren die Cottbuser Gäste dominierend. Dennoch blieb der zehnte Saisonsieg aus, jedoch rückte der FCE durch diesen Punktgewinn auf Platz fünf vor.

Weil die U17 des FC Energie zunächst recht schwer ins eigene Spiel fand, war der Weg für Werder Bremen frei für einen schnellen Führungstreffer (3.). „Zu unruhig, oft einen Schritt zu spät, so geht es nicht in der Bundesliga“, bemängelte Trainer Sebastian König bei der Bewertung der ersten zwanzig Spielminuten. Später erlebte der Trainer eine deutlich konzentriertere Leistung seiner Burschen, die vor allen Dingen in der zweiten Halbzeit mindestens auf Augenhöhe mit dem Tabellendritten agierten.

Chancen zum Ausgleich gab es einige. Genannt sei der Kopfball von Nils Müller, der am Pfosten vorbei strich, Kevin Schades Solo, das kurz vor dem Strafraum per Foul gestoppt wurde und der Schuss von Franz Roggow, den ein Bremer auf der Linie klären konnte. Trotz der siebten Saisonniederlage behaupten sich die Cottbuser Neulinge auf Rang acht im Vierzehnerfeld der Bundesliga.