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Große Geste bei verregneter Lauf-Premiere

Die Teams lieferten sich auf der Aschenbahn spannende Duelle.
Die Teams lieferten sich auf der Aschenbahn spannende Duelle. FOTO: tfs1
Döbern. Diesen Stunden-Paarlauf im Döberner Jahnsportpark werden alle Beteiligte sicherlich noch lange in Erinnerung behalten – nicht nur, weil es der erste Lauf dieser Art in Döbern war. Begonnen hatte dieser Wertungslauf im AusdauerCup Spree-Neiße, der im Rahmenprogramm der Feierlichkeiten anlässlich des 110-jährigen Vereinsjubiläums des SV Döbern stattfand, mit einer großen sportlichen Geste: kurz vor dem Start erhielten die Veranstalter die Mitteilung, dass die Sportler, die aus der polnischen Partnerstadt Babimost anreisen, zwar auf dem Weg nach Döbern seien, aber nicht rechtzeitig zum Start erscheinen können. Thoralf Haß / tfs1

Kurzerhand entschlossen sich Wettkampfleitung und Läufer, auf die Sportfreunde aus Polen zu warten und den geplanten Start zu verschieben. Mit rund 20-minütiger Verspätung schickte der Starter die 27 Paare ins Rennen. Fast zeitgleich öffnete der Wettergott am Himmel die Schleusen und es setzten heftige Regenschauer ein, die bis zum Ende der Veranstaltung anhielten. Und während die Rundenzähler unter Schirmen oder den überdachten Trainerbänken wenigstens etwas Schutz vor dem Regen suchten, lieferten sich die Teams auf der Aschenbahn völlig durchnässt spannende Duelle.

In der Wertung der Männer-Paare siegten Gordon Worlitz (LTSV Forst 1990) und Michael Rotter (SV Wacker Komptendorf) mit 17 543 Metern und markierten damit den Richtwert für zukünftige Paarläufe in Döbern. Platz zwei ging an die Kombination Daniel Haberland (Spremberger SV 1862) und Stefan Reck (SV Döbern), die sich gemeinsam 17 400 Meter erliefen. Mit 16 830 Metern holten sich Ingo Busse/Ingolf Brunsch (beide LTSV Forst 1990) Platz drei.

Bei den Damen gab es gleich zwei Siegerpaare. Petra Handreck/Heike Rösler sowie Ingrid Förster/Peggy Kühnel (alle LTSV Forst 1990) liefen die gesamte Zeit gemeinsam, denn keine Mannschaft konnte sich im Verlaufe des Wettkampfes entscheidend absetzen. Nach Ablauf der Wettkampfzeit blieben die beiden Schlussläuferinnen bei 13 420 Metern stehen und freuten sich gemeinsam über ihren Coup, der den Veranstalter bei der anschließenden Siegerehrung noch in Bedrängnis bringen sollte. In der Wertung der gemischten Paare siegten Silke Jordan/Mathias Habertag (beide SV Wacker Komptendorf) mit 15 680 Metern vor Jeanette Bayer (LTSV Forst 1990)/Mike Bereuter (vereinslos) mit 15 000 Metern sowie Anna Laugk (LTSV Forst 1990)/John Singer (vereinslos), die 14 620 Meter erliefen.

Da es bei den Frauen zwei Sieger gab, wurden die ursprünglich vorgesehenen zwei Pokale aufgeteilt, so dass jedes Frauen-Team einen Pokal mit nach Hause nehmen durfte. Alle anderen Starter freuten sich über kleine Präsente des Veranstalters. Sonderpreise gab es für das älteste sowie das jüngste Paar. Roland Briesemann (60) und Ehrhard Miek (84) zählten zusammen 144 Jahre. Victoria Worlitz und Tom Reiter (beide Jahrgang 2007) waren zusammen ganze 126 Jahre jünger. Für die beiden polnischen Paare sprangen die Plätze 9 (Männer) und 8 (bei den Frauen) heraus.