ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 11:59 Uhr

Fußball
Große Aufgabe für die Energie-Junioren

 Niklas Geisler (l.) will es seinem größeren Bruder Felix gleichmachen, der bereits im Jahr 2015 mit den A-Junioren von Energie Cottbus in die Bundesliga aufstieg – im Übrigen auch unter Trainer Sebastian Abt.
Niklas Geisler (l.) will es seinem größeren Bruder Felix gleichmachen, der bereits im Jahr 2015 mit den A-Junioren von Energie Cottbus in die Bundesliga aufstieg – im Übrigen auch unter Trainer Sebastian Abt. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Für den FC Energie Cottbus ist am Samstag nicht nur das Spiel in Braunschweig von großer Bedeutung. Tags darauf stehen auch die A-Junioren vor einem Wegweiser. Im Spitzenspiel gegen Chemnitz geht es um den Bundesliga-Aufstieg. Von Georg Zielonkowski

Aus den bisher absolvierten 23 Regionalliga-Spielen der Staffel Nordost haben die A-Junioren des FC Energie Cottbus 17 Siege eingefahren. Am Sonntag (13 Uhr, Südstadion) soll nun unbedingt der nächste Dreier hinzukommen, der eine Vorentscheidung in Richtung Endplatzierung bedeuten könnte. Weil die zweitplatzierte Mannschaft von Trainer Sebastian Abt am drittletzten Spieltag den Spitzenreiter Chemnitzer FC erwartet, der momentan einen Zähler mehr aufweist. Mit einem Sieg würde Cottbus die Westsachsen hinter sich lassen.

Beim Blick auf das Hinspiel wird deutlich, dass sich der FCE sportlich auf Augenhöhe mit dem CFC durch die Liga spielt. Nach einem Doppelschlag von Niklas Geisler (32.) und Colin Raak (34.) waren seinerzeit die Lausitzer im Chemnitzer Sportforum schon mit 2:0 in Front gezogen, bevor die Hausherren zunächst zum 2:2 ausgeglichen haben – um dann in der dritten Nachspielminute den Siegtreffer zu setzen. „Das war damals schon recht ärgerlich, aber damit beschäftigen wir uns heute nicht mehr. Vielmehr kommt es darauf an, dass wir die Chance nutzen, uns beim Heimspiel an die Tabellenspitze zu spielen“, sagt Trainer Abt vor dem wichtigen Vergleich.

Vor dem ist allerdings der Ausfall eines bewährten Spielers zu beklagen. Bei der Abi-Prüfung im Fach Volleyball ist Stammtorhüter Tim Stawecki mit dem Fuß umgeknickt und hat sich dabei einen Außenbandriss zugezogen. Julian Simon, in dieser Saison schon vierfach bei der U 19 im Einsatz, wird ihn zwische den Pfosten vertreten. Ansonsten ist das Aufgebot, einschließlich der bei den Männern mittrainierenden Colin Raak, Niklas Geisler und Moritz Broschinski, gut aufgestellt und bereit für die große Aufgabe.

Abt gibt vor: „Unser Anspruch muss es sein, dass der Gegner sich nach uns richtet und wir das Spiel diktieren.“ Wenngleich auch der Tabellenzweite am Ende der Saison noch eine Aufstiegschance hätte, mag man sich beim FCE darauf nicht einlassen. Denn: Der Weg in die Bundesliga führt den Nordost-Zweiten mit dem Vizemeister der Nord-Staffel in zwei Relegationsspiele, auf die Sebastian Abt gern verzichten würde: „Dann würden nochmals zwei Trainingswochen angegangen werden und die Sommerpause wäre nur 14 Tage lang. Das wäre für die Vorbereitung auf die neue Spielzeit überhaupt nicht erstrebenswert“, sagt Abt.

Das sieht auch Sebastian König, der sportliche Leiter des Cottbuser Nachwuchsleistungszentrums, so. Wobei er relativiert: „Die Jungs sind zuhause eine Macht. Ich bin davon überzeugt, dass sie aufsteigen – egal über welchen Weg.“ Und er bleibt auch optimistisch, sollte es mit dem Bundesliga-Aufstieg nichts werden am Ende der Saison. „Wir bilden auch in der Regionalliga weiter Spieler aus. Wir haben Eigengewächse im Profikader, die nie A-Junioren-Bundesliga gespielt haben.“

 Sebastian Abt hat den direkten Aufstieg im Blick. Der Trainer sagt: "Wir wollen uns im Heimspiel an die Tabellenspitze spielen."
Sebastian Abt hat den direkten Aufstieg im Blick. Der Trainer sagt: "Wir wollen uns im Heimspiel an die Tabellenspitze spielen." FOTO: FC Energie

Auf die Frage, ob das Abstiegsspiel der Energie-Profis am Samstag in Braunschweig wichtiger sei für ihn und die Nachwuchsabteilung oder doch der Aufstiegskrimi der U 19 am Sonntag gegen Chemnitz, reagiert König zunächst mit einem Lachen. Dann sagt er: „Rein sportlich ist das A-Junioren-Spiel für uns spannender. Aber für die Atmosphäre und die nachhaltige Entwicklung des Vereins ist das Spiel in Braunschweig schon bedeutend.“

 Tim Stawecki allerdings wird nicht helfen können gegen Chemnitz. Der Torhüter der Energie-Junioren hat sich in der Abiturprüfung verletzt.
Tim Stawecki allerdings wird nicht helfen können gegen Chemnitz. Der Torhüter der Energie-Junioren hat sich in der Abiturprüfung verletzt. FOTO: FuPa Brandenburg