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| 16:22 Uhr

Handball
Grauenhafte Schlussminuten machen LHC-Coach wütend

Cottbus. Handball-Frauen verlieren nach tollem Start 34:36 gegen Altlandsberg II. Von Georg Zielonkowski

Eine Überraschung der besonderen Art hatten die Handball-Frauen des LHC Cottbus am letzten Heimspieltag der Saison für ihre Fans parat. Eine unglaubliche allerdings, die den Spielerinnen durchaus peinlich sein darf. Da zeigten die Gastgeber eine prima Startphase mit 6:1-Führung (6. Minute), um später 10:13 (19.) und 16:20 (31.) zurück zu liegen. Doch konnte sich der LHC stets befreien und die Partie nicht nur ausgleichen, sondern bis zur 50. Minute nach einem 30:30 durch vier Treffer am Stück (Nicole Radzko, Annabelle-Marie Weber, Nancy Oelke und Jasmin Reimer) eine komfortable 34:30-Führung heraus werfen.

Was danach allerdings im Kolkwitz-Center angeboten wurde, sorgt für jegliches Unverständnis. Kein einziger Torerfolg gelang in den zehn Schlussminuten, während die Gäste die eklatanten Deckungslücken gnadenlos ausnutzten und sechs Tore hintereinander warfen und dadurch doch noch die zwei Punkte entführten.

Die Enttäuschung, der Frust, ja die Wut von Trainer Kai-Uwe Weilmünster waren danach absolut verständlich: „Vorn treffen wir 34-mal, das ist absolut in Ordnung. Aber die völlig indiskutable Leistung unserer Abwehr lässt sich nicht erklären. Noch dazu gegen einen Gegner, der nicht etwa Weltklasse war. Aber wir haben die Altlandsberger ja regelrecht zum Sieg eingeladen. Ich bin nur froh, dass unser Gegner nicht im Abstiegskampf steckt, sonst könnte man uns wegen unserer grandiosen Schlussphase direkt eine Wettbewerbsverzerrung vorwerfen. Dieses Spiel wird mich noch lange beschäftigen. Aber hoffentlich nicht nur mich!“

LHC: Woithe, Kretschmer – Radzko (9 Tore), Reimer (3), Dubrau (1), Oelke (6), Weber (3), Voigt (1), Bähr, Petras (1) Becker (6), Matthee (3), Kelm (1)