| 19:28 Uhr

Handball
Für großen Kampf nicht belohnt

Ahlbeck/Cottbus. Der personell geschwächte LHC Cottbus verliert auf Usedom recht knapp mit 28:31 (16:15). Von Wolfgang Swat

Der LHC Cottbus hat in der Handball-Oberliga sein Auswärtsspiel in Ahlbeck gegen den Tabellendritten HSV Insel Usedom mit 28:31 verloren. In einer stets ausgeglichenen Partie waren Nick Widera mit zehn  und Alexander Takev mit acht Toren die erfolgreichsten Werfer bei den Lausitzern.

„Diese Niederlage ist für den Kopf schwerer zu verarbeiten, als wenn wir klar verloren hätten“, erklärte ein enttäuschter Trainer Marcus Meier. Enttäuscht war er nicht von der Leistung seiner Mannschaft, sondern weil sich der LHC für einen großen Kampf am Ende nicht belohnte. In der 54. Minute lagen die Gäste nämlich 28:27 in Führung, dann aber schwanden bei ihnen die Kräfte, und es fehlte auch am Glück. Erst kassierte Richard Lößner vier Minuten vor Spielende eine umstrittene Zeitstrafe (die fünfte für den LHC im Spiel bei nur einer Strafe für Usedom), dann wurde den Cottbusern ein Tor aberkannt, und den einen oder anderen Pfiff gegen seine Mannschaft bewertete Meier als „zumindest unglücklich“.

Die Voraussetzungen beim LHC waren unter der Woche und am Spieltag selbst alles andere als gut. Efa, Mulemba und Schmitz fehlten aus unterschiedlichen Gründen beim Training, zudem meldete sich am Spieltag neben Efa auch noch Robert Takev wegen Grippe krank. Darüber hinaus konnte Florian Takev, der zwar im Kader stand, wegen Kniebeschwerden nicht eingesetzt werden, sodass Linksaußen Glenn Nietzel  in der Rückraum-Mitte Regie führen musste.

Was die Cottbuser unter diesen Umständen in der „Pommernhölle“ in Ahlbeck ablieferten, war bemerkenswert. Zu keiner Zeit ließen sie sich von den Usedomern abschütteln. Im Gegenteil. In der 13. Minute ging der LHC erstmals in Führung, die er bis zur Halbzeitpause energisch verteidigte. Beim 13:16 lag man sogar kurzzeitig mit drei Toren vorn, musste dann aber vor der Pause noch zwei Treffer hinnehmen. 

Auch im zweiten Spielabschnitt wehrten sich die Gäste energisch. Bei wechselseitiger Führung gelang es  keiner Mannschaft, sich entscheidend abzusetzen. Zwar lag der Gastgeber ab der 40. Minute überwiegend in Front, doch der LHC konnte jeweils prompt ausgleichen. Als man sich sechs Minuten vor Spielende sogar in die Vorhand brachte, schien sogar eine Sensation möglich. Dann aber folgte ein Ende, „das sehr, sehr bitter war“, wie es Meier ausdrückte. „Da wir kaum Wechselmöglichkeiten hatten, mussten fast alle Spieler 60 Minuten ohne Pause durchhalten. Das gab am Ende leider den Ausschlag.“      

LHC: Adam, Berndt (Tor); Widera (10 Tore), A. Takev (8), Schmitz (4), Nietzel (3), Lößner (3), Baccar, Reimann, Mulemba, F. Takev

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