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Forster Radsport-Ikone auf Abschiedstour

Stadionsprecher Frank Schneider (l.) mit Radsportler Marcel Barth. Mit viel Herz hat der Forster auch Rennen organisiert.
Stadionsprecher Frank Schneider (l.) mit Radsportler Marcel Barth. Mit viel Herz hat der Forster auch Rennen organisiert. FOTO: Hammerschmidt
Forst. Der Forster Frank Schneider wird seine Karriere als Stadionsprecher bei Steher- und Dernyrennen beenden. Nach mehr als 30 Jahren im Radsport ist es für den 39-Jährigen Zeit, neue Wege zu gehen, wie der PSV Forst mitteilt. red/jam

Blick zurück: Mit neun Jahren kam Schneider zum Radsport. Als kleiner Junge meldeten ihn seine Eltern bei Dynamo Forst an und seitdem gehörte der Radsport zu seinem Leben. Fasziniert war er von den Steherrennen, zu denen sein Vater ihn stets mitnahm. Als Radrennfahrer verbrachte er seine Jugend in Forst, kurze Zeit an der Sportschule in Cottbus und anschließend beim Berliner Traditionsverein, den Zehlendorfer Eichhörnchen.

Seitdem fuhr Schneider dann ab dem 18. Lebensjahr Steherrennen, gemeinsam mit seinem Freund, dem Forster und ehemaligen Deutschen Steher-Meister, Marcel Möbus. Der ganz große Durchbruch als Steherfahrer blieb Schneider verwehrt, jedoch kann er auf einige Erfolge im internationalen Stehersport zurückschauen.

Seinen Bekanntheitsgrad über die Grenzen seiner Heimatstadt Forst hinaus, konnte Frank Schneider ab dem Jahr 2005 ausbauen. Dort moderierte er erstmals den Großen Pfingstpreis von Forst und anschließend auf fast allen bekannten Radrennbahnen in Deutschland die ganz großen Rennen, unter anderem in Erfurt, Chemnitz, Nürnberg, Heidenau, Hannover und im Berliner Velodrom, wo er als Sprecher der Steherrennen auch beim Sechstagerennen im Einsatz war.

Seine Lieblingsbahn war jedoch immer Forst, wo Frank Schneider auch als Sportlicher Leiter mit Herz die Steherrennen mitorganisierte und für die Verpflichtungen der Stehergespanne zuständig war.

Höhepunkte waren für den Lausitzer insgesamt fünf Europameisterschaften und zahlreiche Deutsche Meisterschaften, denen Schneider quasi seine Stimme gab.

Nun soll Schluss sein, Frank Schneider hat beschlossen andere Wege zu gehen. "Ich blicke auf eine wunderbare Zeit zurück, ich hatte mit diesem Sport viele schöne Momente und habe tolle Leute aus vielen Ländern kennengelernt", sagt Schneider. "Alles hat jedoch seine Zeit. Ich war 30 Jahre lang im Radsport unterwegs und möchte nun auch mal ein paar andere Dinge ausprobieren, dazu darf meine kleine Familie natürlich nicht zu kurz kommen", fügt der 39-Jährige hinzu. Schneider betont zudem: "Das Beste am ganzen Stehersport ist und bleibt das Forster Publikum, ihm haben wir Steher aus Forst und auch ich persönlich alles zu verdanken. Ich hoffe, das bleibt auch weiterhin so."

In Erfurt wird Frank Schneider bereits am 15. September das letzte Rennen als Rennbahnsprecher moderieren. In Forst soll es dann der Pfingstpreis 2018 sein - da, wo alles einst begonnen hat.