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Landesliga
Flotter Fight zwischen Kolkwitz und Burg

Die Burger um Florian Schulisch (l.) und Paul Schötzigk (2.v.l.) ließen sich von Steven Specht, Sebastian Lehnik (r.) und Co. nicht beeindrucken.
Die Burger um Florian Schulisch (l.) und Paul Schötzigk (2.v.l.) ließen sich von Steven Specht, Sebastian Lehnik (r.) und Co. nicht beeindrucken. FOTO: Beyer/sby1
Landesliga Süd. Kolkwitzer SV – SG Burg 2:2 (1:2). T: 1:0 Lehnik (12.), 1:1, 1:2 Rinza (37.,39.), 2:2 Zittlau (58.); S: Grasme (Lübbenau); Z: 113; Kolkwitz: Choschzick - Streich, Bagola, B.Goertz, Kaiser - Specht, Schreiber (8.Lehnik) - Helbig, Machate (69.M.Jähne) - Zittlau, Kuba (60.Richter). Burg: Meintz - Seidel, Golnik, Schötzigk, Reinhardt (56.Nguyen) - Heumann, Wirth (46.Städter), Santos Freitas (78.Lehmann), Schulisch - Rinza, Lahr. Roland Scheumeister / rsm1

Die Partie begann furios, indem Marten Zittlau, mit einem langen Ball geschickt, in den Strafraum eindrang und die Lattenunterkante traf (1. Minute). Die Burger versteckten sich keinesfalls. Doch waren die Kolkwitzer zunächst am Drücker, aber nicht mit dem Glück im Bunde. Nach zwei Eckbällen hämmerte Hannes Kaiser das Leder an die Latte (8.). Ungeachtet der Burger Attacken hatte der KSV den größeren Drang zum Tor. Nach einem Foul an Max Streich nahe der Strafraumgrenze verlängerte Sebastian Lehnik den von Sebastian Helbig in den Fünfmeterraum gezirkelten Freistoß per Kopf ins Tor.

Die Spreewaldkicker steckten das Gegentor unbeeindruckt weg und spielten weiter mutig nach vorn, waren aber zumeist mit ihrem Latein an der Strafraumgrenze am Ende. Stephan Choschzick war bei Schüssen von Patrick Lahr und Tobias Heumann auf dem Posten, während Marcel Kuba nach einer Vorlage Zittlaus geblockt wurde und eine Freistoßflanke Helbigs verzog.

Kolkwitzer SV - SG Burg FOTO:

Christian Rinza brachte die Gäste endgültig zurück ins Geschehen, indem er Choschzick im Abschluss eines tollen Spielzuges überwand und, mit einem Steilpass von Paul Schötzigk bedient, den Doppelschlag perfekt machte. SGB-Keeper Patrick Meintz parierte einen Scharfschuss Kubas, und Choschzick klärte vor Rinza.

Nach der Pause drückten die Gastgeber auf den Ausgleich. Einen Schuss Lehniks wehrte Meintz zwar ab, doch Zittlau stand zum Abstauben bereit.

Da beide Mannschaften mehr wollten, ging es weiter spannend hin und her. Den Kolkwitzer Angriffen setzten die Burger immer wieder kleine Nadelstiche entgegen. Zittlau köpfte nach Ecke den Ball dem Torwart in die Arme. Choschzick wurde bei Schüssen von Rinza und Lahr geprüft. Kurz vor Ultimo setzte sich Steven Richter durch und wurde von Hong Duc Nguyen an der Strafraumgrenze gefoult. Der folgende Freistoß brachte nichts, womit das von den meisten Augenzeugen als gerecht empfundene Remis in dieser, ungeachtet der sieben gelben Karten, fairen Begegnung gesichert war.

Unterm Strich konnten beide Trainer mit diesem Resultat leben. Kolkwitz-Coach Sven Goertz meinte: "Wir haben stark begonnen, aber aus unseren Chancen nur ein Tor gemacht. Erst mit unserer aufkommenden, unerklärlichen Hektik haben wir die Burger ins Spiel gehoben. Wir hatten in Summe die besseren Torchancen, hätten aber auch zur Pause schon mit 1:3 in Rückstand geraten sein können." Sein Burger Gegenpart Marco Christoph bekannte: "Wir hätten gern mehr mitgenommen, zumal wir das dritte Tor vor den Füßen hatten. Am Ende geht die Punkteteilung aber in Ordnung."

1. FC Guben - Wacker Ströbitz 0:2 (0:1). T: 0:1 Weber (24.), 0:2 Voigt (75.); S: Kolm (Seelow); Z: 110; Guben: Matwiejczyk - Schwärtzke, Woryta (76.Tzscheppan), Nitschke, Wessel - Sheriff, Bieresniewicz, B.Schulz, Rys (67.Pietka) - Piotrowski, Swoboda (59.Jüngel). Wacker: Thoms - Röder, Paulick, Semke, Kowal (73.Rostock) - Gottwald, Voigt - Netzger, Diakiv - Matta Dos Santos (59.Pinto Pais), Weber (83.Richter).

Guben setzte den Cottbusern, die erst nach zehn Minuten das Spiel in den Griff bekamen, mit starkem Pressing zu, agierte aber zu respektvoll und im Abschluss zu zögerlich. Einen Fernschuss Netzgers kratzte Matwiejczyk aus dem Dreiangel. Nach Doppelpass mit Diakiv, den die FC-Kicker nie stellen konnten, hämmerte Weber dessen scharfe Eingabe unhaltbar, da noch abgefälscht, in die Maschen. Der FC hatte mehr Ballbesitz, doch Diakiv und Matta verpassten weitere Tore, während Schulz und Piotrowski unentschlossen vertändelten. Auch in Halbzeit zwei gab der FC den Ton an, bekam aber kaum einen Ball in den Rücken der gegnerischen Abwehr. Wessel hob den Ball über den Kasten und ein Freistoß aus guter Position brachte nichts. Indes war Voigt bei einem verunglückten Abschlag des FC-Keepers zur Stelle und beförderte die Kugel volley aus 25 Metern ins Tor. Guben spielte weiter nach vorn. Doch als nach flacher Eingabe Pietkas Thoms schon geschlagen war, schob Tzscheppan am Tor vorbei. FC-Mannschaftsleiter Eberhard Jurk: "Die Niederlage tut weh, weil wir aus den Schwächen des Gegners kein Kapital schlagen konnten." Wacker-Abteilungsleiter Uwe Nousch befand: "Ein 2:2 wäre angesichts des Spielverlaufes okay gewesen, doch unsere Cleverness hat sich durchgesetzt."

FSV Brieske/Senftenberg - VfB Cottbus verlegt auf 7. 10., 14 Uhr