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| 18:20 Uhr

Fußball
FCE A-Jugend dicht dran am Profifußball

Das Trainer-Trio der U19 des FCE: Sebastian Abt, Sven Kubis, Diogo Calado
Das Trainer-Trio der U19 des FCE: Sebastian Abt, Sven Kubis, Diogo Calado FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Möglichst viele junge Kicker sollen in Cottbus an das Leistungsniveau der Männer herangeführt werden. Von Georg Zielonkowski

Energies A-Jugend ist nun noch dichter dran am Profifußball. Für die Ausbildung der Spieler einer jeden Cottbuser A-Jugendmannschaft gilt es längst als wichtigstes Ziel, möglichst viele junge Kicker an das Leistungsniveau der Männer heranzuführen. Vor der neuen Saison ist man beim FCE nun noch einen Schritt weiter gegangen.

Sebastian Abt, der bis 2016 als Coach der A-Jugend gearbeitet hatte, war die letzten beiden Jahre an der Seite von Claus Dieter Wollitz als Co. im Männerbereich unterwegs. Nun ist der 36-jährige zur U19 als Trainer zurückgekehrt, dennoch bleibt er der Profimannschaft als Assistenztrainer erhalten: „Diese Doppelfunktion hat den Sinn, dass wir die Jungs noch schneller an das Niveau der Männer heran bringen. Die Beispiele von Tim Stawecki, Niklas Geisler, Moritz Broschinski und Leon Schneider, die permanent bei den Männern mit trainieren, zeigen, dass dieser Weg absolut sinnvoll ist. Ein aktuelles Beispiel ist Colin Raak, der am Mittwoch schon mit den Männern zum Landespokalspiel nach Glienecke gefahren ist und dabei als 18-Jähriger seine ersten 30 Minuten Einsatzzeit bei den Männern hatte“, erklärt Sebastian Abt. Er ergänzt: Auch die Fitnesstrainer führen wöchentlich einmal dass Athletik-Programm der Profis mit den A-Jugendlichen durch.

Dass jeder Spieler mit einer Polar-Uhr unterwegs ist, sorgt dafür, dass der Trainer auf die individuellen Trainingsformen zugreifen und diese bewerten kann. „Auch dieses moderne Hilfsmittel zeigt, welchen Stellenwert der Nachwuchsfußball bei uns im Verein hat“, merkt Diogo Calado an. Der Portugiese, der als einer der beiden neuen Assistenztrainer bei der U19 arbeitet, hat bereits Energie-Erfahrung. Bei der U23 arbeitete er als Co. mit Vragel da Silva und Matthias Heidrich zusammen.

Personell ist die neue A-Jugend des FC Energie hoffnungsvoll aufgestellt. Etwa die Hälfte der Vorjahres-A-Jugend ist in dieser Altersklasse verblieben, die andere Hälfte bilden die aus der U17 aufgerückten Spieler. Neu aus der Fremde hinzugekommen sind Adrian Jarosch (Hannover 96) und Damir Salihovic. Der Serbe bringt vom SC Freiburg 21-fache Bundesliga-Erfahrung mit. Lucas Scholz war bis Juni 2015 für den FC Energie unterwegs, bevor es ihn zum VfL Wolfsburg zog. Nun ist der linke Verteidiger wieder zurück in seiner Heimat, wo er gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden in der Regionalliga Nordost eine gute Rolle spielen will.

Sven Kubis, der als 43-jähriger zuletzt bei Wacker Ströbitz erfolgreich als Stürmer unterwegs war, ist neuerdings bei der U19 seines „Heimatvereins“ (begann 1993 beim FCE) ebenfalls als Co-Trainer eingesetzt, um hier von Beginn an die Vereinsphilosophie zu verfolgen. Nach dieser steht die Kader-Entwicklung an erster Stelle.

Auch Kubis mauert, wenn es um die Saisonziele geht, die seine neue Mannschaft ansteuert: „Ich weiß es doch selbst allzu gut, dass es schön ist und zugleich motivierend, wenn man Spiele gewinnt. Das wollen wir natürlich auch, damit die Jungs weiter richtig Spaß an ihrem Sport haben. Aber – und das ist nicht nur daher gesagt – uns geht es wirklich um die Entwicklung von Spielern, die den Weg von Spahic, Grundmann, Geisler oder Knechtel gehen können!“

Ihr erstes Regionalliga-Punktspiel absolviert Energies U19 am Sonntag um 13 Uhr im Südstadion gegen den Halleschen Fußballclub.