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| 18:02 Uhr

Handball
Ex-Nationalspieler trainiert die Cottbuser Handballer

Jadcek Bedzikowski, der auch schon das polnische Nationalteam betreute, wird künftig mit dem Cottbuser Handballnachwuchs arbeiten.
Jadcek Bedzikowski, der auch schon das polnische Nationalteam betreute, wird künftig mit dem Cottbuser Handballnachwuchs arbeiten. FOTO: imago sportfotodienst
Cottbus. Jadcek Bedzikowski (45) aus Polen wechselt an den Cottbuser Leistungsstützpunkt. Von Wolfgang Swat

Der männliche Cottbuser Handball-Nachwuchs, der unter Führung der Trainer Falk Fürstenberg und Peter Melzer den Aufstieg in die Jugend-Bundesliga geschafft hatte, wird künftig von einem ehemaligen polnischen Nationalspieler trainiert. Wie der Cottbuser Bereichsleiter des Olympia-Stützpunktes Frankfurt (Oder)/Cottbus (OSP), Mirko Wohlfahrt, bestätigte, wird Jadcek Bedzikowski (45) neuer Landestrainer im Cottbuser Handball-Leistungsstützpunkt. In dieser Funktion übernimmt er auch die Führung der Jugend-Bundesliga-Mannschaft des LHC Cottbus, der als Stützpunkt tragender Verein die Trainerstelle neben dem OSP und dem Handball-Landesverband mit finanziert.

Jadcek Bedzikowski spielte zwischen 1993 und 2005 über  100 Mal für die polnische Nationalmannschaft. In Deutschland lief Bedzikowski, der mit Wroclaw auch polnischer Meister wurde, für Bayer Dormagen, TV Großwallstadt, Wilhemshavener HV und  den TSV Hannover-Burgdorf auf.  Im Oktober 2012 übernahm er das Amt des Co-Trainers der polnischen Nationalmannschaft, wo er Assistent von Michael Biegler war, der nach dem Ende seines Engagements inzwischen Cheftrainer beim Bundesligisten DHfK Leipzig ist.

Der Vertrag von Bedzikowski ist nach Angaben von Wohlfahrt zunächst bis 30. Juni 2019 befristet. Bis dahin ist die Existenz des Handball-Leistungsstützpunktes nach den Querelen der Vergangenheit zunächst begrenzt. OSP-Bereichsleiter Mirko Wohlfahrt ist jedoch bezüglich eines langfristigen Erhalts der Kaderschmiede optimistisch. „Wir sind auf einem guten Weg dass es weiter geht.“ Voraussetzung sei, dass der LHC sich stabil weiter entwickle  und der Nachwuchs in der Bundesliga weitere Fortschritte mache. Ziel müsse es sein, dass Cottbus mit der Sportschule im Rücken mittel- und langfristig die Bundesliga halte und eine Leistungsentwicklung der Spieler erkennbar sei. Wohlfahrt würdigte, Bezug nehmend auf den überraschenden Aufstieg in diesem Jahr,  ausdrücklich, dass der „Neuaufbau der Truppe durch ehrenamtliche Arbeit“ gelang. „Mit der Rückkehr unserer A-Junioren in die Junioren-Bundesliga reihen wir uns und unsere Lausitzer Sportschule Cottbus wieder ein in die erste Reihe der deutschen Nachwuchs-Leistungszentren“, verwies der LHC in einem Schreiben an die Sponsoren auf die positive Entwicklung.

Der LHC geht in die kommende Saison mit 14 Teams in unterschiedlichen Spielklassen an den Start. Im Erwachsenen-Bereich sind die Männer in der Oberliga ranghöchste Mannschaft, die von Bozidar Bursac trainiert wird (die RUNDSCHAU berichtete). Der gebürtige Serbe, der als Aktiver in verschiedenen ersten Ligen  Europas spielte, ist Inhaber einer A- und einer internationalen Trainer-Lizenz.