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| 18:05 Uhr

Handball
Erleichterung und Schlachtrufe

 Große Freude bei den LHC-Handballern: Mit dem 32:24-Heimerfolg gegen den OSF Berlin klettern die Cottbuser auf Platz vier.    Foto: Steffen Beyer
Große Freude bei den LHC-Handballern: Mit dem 32:24-Heimerfolg gegen den OSF Berlin klettern die Cottbuser auf Platz vier. Foto: Steffen Beyer FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Die Oberliga-Handballer des LHC feiern lautstark und ausgelassen den dritten Sieg in Serie. Von Wolfgang Swat

Der LHC Cottbus hat am Samstag sein Heimspiel gegen den OSF Berlin mit 32:24 gewonnen. Es war der dritte Sieg in Folge unter Trainer Marcus Meier. Die LHC-Männer haben durch den neuerlichen Erfolg ihr Punktekonto ausgeglichen (19:19) und kletterten auf Platz vier der Oberliga-Tabelle.

Die 306 Zuschauer in der Lausitz-Arena  applaudierten bereits eine Minute vor dem Abpfiff stehend der Mannschaft für den am Ende souverän herausgespielten Sieg. Die Erleichterung der Spieler entlud sich nach der Ehrenrunde auf dem Parkett dann in der Kabine in lautstarken Schlachtrufen. Hier regiere nur eine Mannschaft, nämlich die des LHC, war mehr als einmal zu hören.

Es war ein Start-Ziel-Sieg der Lausitzer, die den Gästen aus Berlin nur anfangs zweimal (1:1, 2:2) einen Gleichstand gestatteten. Dass es am Ende ein so deutliches Ergebnis werden würde, war aber lange Zeit nicht absehbar. Die Berliner hielten dagegen, ließen den LHC erst kurz vor der Halbzeit einmal auf vier Tore (15:11) enteilen.

Die Mühen der Cottbuser erwuchsen nicht zuletzt aus zwei schmerzlichen Ausfällen in der ersten Halbzeit. Bereits nach einer Viertelstunde musste Ernst Efa passen, der sich nach einem Foul der Berliner eine Verletzung am Sprunggelenk zuzog. Und dann fiel auch noch Kapitän Robert Takev mit Schmerzen im Fuß aus. „Wir mussten nach den Verletzungen viel wechseln, dadurch ist unser Spiel etwas ins Stocken geraten“, analysierte Trainer Marcus Meier.  Und Torhüter Julien Adam stellte fest: „Wir sind anfangs nicht so gut ins Spiel gekommen, ich auch nicht, weil wir viele Würfe vom Kreis zugelassen haben.“

Auch nach Wiederbeginn änderte sich zunächst wenig. Bis zur 45. Minute gelang es dem LHC nicht, sich vom Gegner abzusetzen, nicht zuletzt, weil gute Chancen vergeben wurden. Beim Stand von 16:14 (34. Minute) ließ der LHC beispielsweise gleich vier Möglichkeiten – darunter zwei Siebenmeter – aus, den Vorsprung zu vergrößern. Die Quittung war der Anschlusstreffer der Gäste zum 16:15 (40.). Als später Adam aus kurzer Entfernung einen Kopftreffer kassierte und benommen auf dem Parkett liegen blieb, hielt man in der Halle den Atem an.  Der Torhüter kam zum Glück wieder auf die Beine und stellte am Ende fest: „Nach dem Kopftreffer lief es dann ganz gut, auch bei mir.“

In den folgenden zehn Minuten enteilten die Cottbuser vom 20:18 auf 28:20 und entschieden die Begegnung. Der ehemalige Cottbuser Bundesliga-Spieler Leonid Temtschin lobte: „Nach anfänglicher Nervosität haben die Jungs das dann richtig gut gemacht.“ Auch Kai-Uwe Weilmünster, ein anderer Akteur aus einstigen Bundesliga-Zeiten und ein Kandidat für das neu zu wählende LHC-Präsidium, anerkannte:  „Das Zusammenspiel und die Kommunikation unter den Spielern wird immer besser.“

Bemerkbar macht sich, dass die Last auf mehrere Schultern verteilt wurde und Potenziale ausgeschöpft werden. Alexander Takev rückte auf die Spielmacher-Position, Robert Schulze, der nach seiner Rückkehr zu Saisonbeginn nach Cottbus zunächst wenige Einsatzzeiten erhielt, findet immer besser  ins Spiel.

Bei aller Zufriedenheit über die drei Erfolge am Stück bleibt man beim LHC auf dem Teppich. „Wir arbeiten und kämpfen super im Spiel wie im Training, doch die Abstimmung muss noch besser werden“, stellte Trainer Meier fest. Auch Robert Takev räumte bei aller Freude über die Siege ein: „Wir hatten auch Glück, was vorher nicht da war.“

Aber dauerhaft Glück hat ja am Ende nur der Tüchtige.

LHC: Adam, Hinzer (Tor); F. Takev (7 Tore), Widera (6), Schulze (5), A. Takev, Reimann(je 4), Volk (3), Hüneburg, R. Takev, Efa (je 1), Wieland.

 Große Freude bei den LHC-Handballern: Mit dem 32:24-Heimerfolg gegen OSF Berlin klettern die Cottbuser Team auf Platz vier.  Foto: Steffen Beyer
Große Freude bei den LHC-Handballern: Mit dem 32:24-Heimerfolg gegen OSF Berlin klettern die Cottbuser Team auf Platz vier. Foto: Steffen Beyer FOTO: Steffen Beyer