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Fussball
Endlich wieder Derby in Spremberg

Prestigeträchtiges Duell in der Landesklasse zwischen dem SC und dem SSV nach langer Auszeit. Von Roland Scheumeister

Landesklasse: Mit dem Comeback des Spremberger SV auf Landesebene steigt nach dreijähriger Auszeit an diesem Samstag um 13 Uhr auch wieder das Duell der beiden besten Spremberger Teams, welches aufgrund der positiven Entwicklung beider Mannschaften zugleich ein Spitzenspiel ist.

Tabellenführer SC trat bislang sehr souverän auf. Die junge Truppe um Trainer Michel Thiele überzeugte dabei zumeist durch ansehnlichen Fußball, bekam aber zuletzt, beim 1:6 in Döbern, einen ordentlichen Dämpfer verpasst. Mannschaftsleiter Andreas Strenge kennt als ehemaliger Stürmer die Derbyatmosphäre: „Wir freuen uns riesig auf dieses prestigeträchtige Derby, in welchem es sicher ordentlich zur Sache gehen wird. Wir wollen uns wieder gut präsentieren und für die Pleite der Vorwoche rehabilitieren. Bis auf den angeschlagenen Raik Hermann sind alle fit und hoch motiviert. Alle wollen spielen und der Trainer hat die Qual der Wahl.“

Auch Frank Roick, der beim SSV im Hintergrund die Strippen zieht, ist überzeugt: „Dieses Derby, nach Jahren, findet in Spremberg großes Interesse und könnte für eine Rekordkulisse sorgen. Der SC ist zwar Favorit. Doch wir wollen als Aufsteiger das Maximale daraus machen. Trainer Erik Schiffel hat die Mannschaft entsprechend eingestellt und gepusht. Wir hoffen auf eine faire Atmosphäre auf dem Platz und auf den Rängen.“

Verfolger SV Döbern will sein Formhoch mit dem zehnten Pflichtspielsieg in Folge, bei der Reserve des VfB Hohenleipisch, auf Rekordhöhe treiben, während die ebenfalls in Lauerstellung liegenden Peitzer in Luckau bestehen müssen. Indes hofft Einheit Drebkau nach dem 2:2-Achtungserfolg in Friedersdorf auf den zweiten Heimsieg – gegen den Direktkonkurrenten im Abstiegskampf Bad Liebenwerda.

Oberliga: Nach fünf Niederlagen in Folge hat sich die Tabellensituation für den VfB Krieschow zugespitzt. Auch beim im oberen Mittelfeld rangierenden Mitaufsteiger Eilenburg hängen die Trauben hoch. Zumal Trainer Toni Lempke mit Lieschka, Krüger, Bernhardt (alle verletzt) und Kaiser (gesperrt) bei der Besetzung zum Improvisieren gezwungen ist: „Wir wollen, wohl wissend, wie schwer das wird, dort etwas mitnehmen. Denn das Schulterklopfen, mit dem wir zuletzt oft bedacht wurden, ist zwar gut für die Moral, hilft uns aber ohne zählbaren Erfolg nicht weiter.“

Brandenburgliga: Auf Distanz zur Abstiegszone will der BSV Guben Nord gehen. Mit TuS Sachsenhausen gastiert eines der spielstärksten Teams der BBL an der Baumschule. Allerdings sind die Nordberliner sehr Tagesform- beziehungsweise besetzungsabhängig. Die Tatsache, dass die letzten drei Heimpartien, gegen durchweg spielstarke Truppen, relativ klar gewonnen wurden, sollte dem Ullrich-Team das nötige Selbstvertrauen geben.

Landesliga: Die Ströbitzer sind beim Auswärtstrip nach Wernsdorf (KW) erneut in einem Verfolgerduell gefordert. Der starke Aufsteiger hat den aktuell mit Abstand erfolgreichsten Knipser (Roland Richter/15 Tore) in seinen Reihen und stellt damit eine zusätzliche Herausforderung für die Wackeraner und ihr, mit nur vier Gegentoren, stabilstes Abwehrbollwerk dieser Staffel dar.