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Eine unerwartete Crayfish-Pleite

Die Offensive der Crayfish, hier Phillipe Lohse (l.) und Byron Jackson, konnte sich nur selten gegen die Jenaer Defensive durchsetzen.
Die Offensive der Crayfish, hier Phillipe Lohse (l.) und Byron Jackson, konnte sich nur selten gegen die Jenaer Defensive durchsetzen. FOTO: Beyer/sby1
Cottbus. In der Regionalliga Ost empfingen die Cottbus Crayfish den Tabellenvorletzten aus Jena, die Jenaer Hanfrieds. Eigentlich waren die Rollen im Voraus klar verteilt: Die Cottbuser ungeschlagen, als Favorit um den Aufstieg spielend, sollten das Spiel für sich entscheiden. Robert Burwitz

Es kam jedoch ganz anders.

Solide Jenaer kauften den Krebsen bereits im ersten Drive den Schneid ab und dominierten fortan das Spiel. Nach einer schwachen Vorstellung der Crayfish musste man am Ende verdient als Verlierer den Platz verlassen, Endstand 19:7 für die Gäste.

Das Spiel begann schlecht für die Gastgeber. Mit dem gewonnenen Münzwurf gaben die Cottbuser das Angriffsrecht an die Gäste aus Jena. Diese wussten bereits mit ihren ersten Spielzügen zu überzeugen und zwangen die Cottbuser Verteidigung zum ersten Punktverlust, 6:0 für Jena. Im weiteren Spiel war man auf Seiten der Heimmannschaft bemüht, Punkte auf die Anzeigetafel zu bekommen. Hier zeigten sich jedoch wieder einmal deutliche Schwächen im Angriff um Quarterback Simon Wagner.

Auf Seiten der Cottbuser ging nicht viel an diesem Tag. Die Verteidigung war nach dem ersten Schock bemüht und konnte einige Angriffsserien der Gäste aus Jena zeitig beenden, ehe die Hanfrieds dann im zweiten Spielviertel den nächsten Touchdown erzielten. So verabschiedeten sich schwache Cottbuser und solide auftretende Jenaer in die Halbzeit. Coach Steudtner war sichtlich bedient mit dem 0:12 zur Halbzeit, versuchte seine Jungs aber nochmal aufzurichten.

In der zweiten Hälfte wussten die Krebse aber dennoch nicht zu überzeugen. Quarterback Chris Noack, über weite Strecken der zweiten Hälfte auf dem Feld, fand kein Rezept gegen die Jenaer Verteidigung. So ging es im dritten Viertel hin und her, aber ohne Punkte auf beiden Seiten. Den entscheidenden Touchdown erzielten dann die Hanfrieds zum 19:0 und wenigen Minuten verbleibender Spielzeit auf der Uhr. Kurz vor Spielende konnten die Krebse dann den Ball in die Jenaer Endzone befördern. Die Punkte zum 19:7 waren aber nur noch reine Ergebniskosmetik.

Am Ende muss man den Jenaern zu einer guten Leistung bei schwachen Cottbusern gratulieren. Coach Steudtner fasst die Niederlage zusammen: "Das Spiel war hoffentlich der Warnschuss zur rechten Zeit. Wenn wir nicht jedes Spiel zu 100 Prozent ernst nehmen, wird das nicht die letzte Niederlage gewesen sein. Glückwunsch an die Mannschaft aus Jena, das war eine solide Leistung und ein verdienter Sieg."

Vorschau

Für die Cottbuser bleibt nicht viel Zeit über die Niederlage nachzudenken. Bereits am kommenden Samstag steht das nächste Heimspiel an, zu Gast sind die Berlin Rebels II. Kickoff am 1. Juli im Sportzentrum ist um 16 Uhr.