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| 17:39 Uhr

Fussball
Eine Pleite zum Start der Bundesliga

Nur selten konnten die Energie-Angreifer, wie hier Jeremy Postelt ihre Gegenspieler überlaufen
Nur selten konnten die Energie-Angreifer, wie hier Jeremy Postelt ihre Gegenspieler überlaufen FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Die U17 des FC Energie Cottbus unterliegt dem VfL Wolfsburg mit 0:4 (0:2). Von Georg Zielonkowski

Betrachtet man ausschließlich das Resultat, darf man von einem kompletten Fehlstart reden. Doch sollte man das Kräfteverhältnis betrachten, das ungleicher nicht sein kann. „Ich bin mir sehr sicher, dass drei, vier dieser Jungs in unserer Männermannschaft in der Bundesliga auftauchen werden“, stellte Heiko Kretschmar klar. Der frühere Cottbuser Torwarttrainer ist aktuell Koordinator im VfL-Nachwuchszentrum und weiß recht gut, die Stärken jedes Einzelnen einzuordnen.

Diese Fähigkeiten mussten auch die Jungs des FCE anerkennen, die allerdings wohl zu vorsichtig und brav in die Partie gingen. Natürlich spielten die schnellen Tore (6.,16.) den Wolfsburgern in die Karten, Cottbus konnte erst 15 Minuten vor der Pause Ausgeglichenheit der Spielanteile erreichen. Chancen zu Treffern hatte dann Noah Kerstein mit seinem Kopfball (32.) sowie in der Nachspielzeit Jeremy Postelt und Ben Rottnick, die an Nationaltorwart Philipp Schulze scheiterten. Ansonsten hatte die VfL-Abwehr um den Ex-Cottbuser Jannis Lang keinen aufregenden Tag zu überstehen. Der erkennbare Wille allein reichte nicht, um den Favoriten in Bedrängnis zu bringen. Zumal Wolfsburg sich zwei weitere Abwehrfehler zunutze machte. Eine Uneinigkeit in der zentralen Abwehr (60.) wurde eiskalt genutzt, bevor der überragende Nathan-Rafael Wahlig einen direkten Freistoß (77.) aus zentraler Position zum 4:0-Endstand ins Netz zirkelte.

Energies Trainer Sebastian König bilanzierte: „Klar ist Wolfsburg der Favorit in unserer Staffel, aber wir müssen auch dieses Spiel nicht so hoch verlieren. Zwei Tore nach Standards dürfen wir uns in der Bundesliga nicht leisten. Wir sollten im gesamten Defensivverbund robuster und selbstbewusster werden. Am Mittwoch erwartet uns in Chemnitz ein völlig anderes Spiel und ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft mit erhobenen Köpfen in die Partie gehen wird“.