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| 18:25 Uhr

Handball
Ein Traumlos auf der Trainerbank

LHC-Cottbus-Damen-Trainer Ramón Quarta.
LHC-Cottbus-Damen-Trainer Ramón Quarta. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Handball-Frauen des LHC mit knappem Sieg nach knapper Auftakt-Niederlage. Von Georg Zielonkowski

Nach der 21:22-Niederlage gegen Altlandsberg II haben sich die Handballerinnen des LHC am zweiten Spieltag der Brandenburgliga zurückgemeldet. Wobei es beim 28:27-Erfolg gegen den TSV Germania Massen am Ende ebenso knapp zuging wie in der Vorwoche.

Dabei zog die Heimmannschaft im Kolkwitz-Center lange unbeeindruckt ihre Kreise. Vom 7:7 (15. Minute) ging es voran bis zum 14:7, später gestattete man den Gästen allerdings innerhalb von sieben Spielminuten (47.) die komfortable LHC-Führung von 20:16 auf 22:21 zu verkürzen . Am Ende aber kam 20 Sekunden vor dem Abpfiff Massen lediglich zum Anschlusstreffer, der erste Saisonsieg geriet danach nicht mehr in Gefahr. Beste Werferin war die 18-jährige Neira Voigt, die sechsfach traf.

Geführt wurde die zur Vorsaison stark veränderte LHC-Mannschaft vom neuen Trainergespann Ramon Quarta/Rene Laschzok. Mit den beiden haben die Verantwortlichen und die Frauen selbst offenbar das Traumlos gezogen. Weil die beiden nicht nur die sportliche Leitung der Frauenabteilung übernommen haben, sondern auch gewillt sind, das finanzielle Hinterland zu sichern. Schon in den ersten Trainingswochen hat das Trainerduo Ansätze zur Verbesserung der Spielqualität festgestellt. „Wir haben zum Beginn der Vorbereitungszeit ein Trainingslager in Warnemünde abgehalten. Da hat sich das neue Team auch in der Freizeit kennengelernt und aneinander gewöhnt, es wurde zusammen gekocht, abgewaschen und menschlich aufeinander abgestimmt. Auch auf sportlichem Gebiet sind wir zusammen gerückt, so dass wir optimistisch in die Punktspiele gehen“, so Rene Laschzok, der auf eine lange Regionalliga- und Oberliga-Vergangenheit in der Sportart Fußball verweisen kann. „Einflüsse aus einer anderen Sportart tun uns gut, speziell im Bereich Athletik wollen wir uns durch die Einflüsse und Erfahrungen unserer neuen Coaches verbessern. Das tut im Training ab und an auch mal richtig weh, aber es dient ja einem guten Ziel“, sagt Marlen Matthee, die Erfahrenste im LHC-Damen-Team.

Ramon Quarta, der die A-Junioren des FHC Frankfurt als Trainer zwischen 2002 und 2005 drei Mal zum Deutschen Meistertitel geführt hat, sieht reichlich Potential in seiner neuen Mannschaft. „Ich will nicht zu hoch greifen, aber für eine Stadt wie Cottbus mit den 100 000 Einwohnern darf die Frauen-Brandenburgliga keinesfalls die letzte Station sein. Um kurz oder lang diesen Schritt nach oben zu gehen, sind wir angetreten.“