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| 18:20 Uhr

Handball
Dezimierter LHC verliert Heimspiel

Angriffsaktionen wie hier von Robert Takev gelangen den Cottbusern am Samstag viel zu selten.
Angriffsaktionen wie hier von Robert Takev gelangen den Cottbusern am Samstag viel zu selten. FOTO: Steffen Beyer
Handball-Ostsee-Spree-Liga. Beim 22:31 gegen den Grünheider SV ist der nur mit neun Spielern antretende Gastgeber deutlich überfordert. Von Georg Zielonkowski

LHC Cottbus – Grünheider SV 22:31 (12:15) Die Handballer des LHC Cottbus mussten in eigener Halle eine deutliche Niederlage hinnehmen. Nur einen Teil der ersten Halbzeit konnte die mit nur neun Spielern angetretene Cottbuser Mannschaft mit den hünenhaften Grünheidern mithalten. Die ersten Dreitore-Rückstände (3:6/9. und 5:8/11.) konnten die Gastgeber noch aufholen. Außergewöhnlich schnell vorgetragene Angriffe nach geglückten Abwehraktionen waren hierfür die Basis. Doch forderte diese Spielweise von den LHC-Akteuren ihren Tribut, wie sich im weiteren Spielverlauf herausstellen sollte.

Zunächst aber konnte Cottbus noch mehrfach den Ausgleich erzielen, doch die Schlussminuten der ersten Spielhälfte verhießen schon nichts Gutes. Konnte doch keiner der letzten vier Angriffe vor der Pause mit einem Torerfolg abgeschlossen werden. Die Gäste dagegen vollendeten traumhaft sicher ihre perfekt einstudierten und im Expresstempo vorgetragenen Kombinationen. So war die Pausenführung von 15:12 für die Gäste ein durchaus verdienter Zwischenstand.

Vom Anpfiff der zweiten Halbzeit weg machte Grünheide genau so weiter, allerdings blieb auch der LHC seinem Versagen vor des Gegners Tor treu, so dass die Gästeführung sehr schnell auf 19:13 (34.) anwuchs. „In dieser Phase haben aber einfach zu kopflos agiert. Deshalb hat sich an dieser Stelle das Spiel schon praktisch entschieden“, so nach dem Abpfiff LHC-Kapitän Robert Takev, der mit seinen acht Treffern den größten Anteil an der ohnehin schmalen eigenen Trefferzahl hatte. Je länger die Partie dauerte, desto weniger hatten die LHC-Spieler den wuchtig vorgetragenen Gästekombinationen entgegen zu setzen, so dass die Zahl der Gegentore kontinuierlich anstieg.

Was sicher auch damit zusammenhing, dass nahezu alle Cottbuser Spieler durchspielen mussten und so kaum Zeit für kurze Erholungspausen auf der Bank blieb. „Unser wirklich sehr begrenzter Kader macht sich bei solchen kraftaufwändigen Spielen, wie wir heute erlebt haben, sehr bemerkbar. Klar fehlt uns Nick Widera, weil es ohne unseren treffsichersten Schützen gleich doppelt schwer ist. Erst nach dem Auswärtsspiel in Greifswald, also beim nächsten Heimspiel am 10. November gegen Blau-Weiß Berlin, haben wir ihn wieder dabei“, bedauerte Co-Trainer Dieter Sklenar die derzeitige Situation. Um allerdings auch aufgrund der Erfahrungen und Erkenntnisse des neunten Spieltages festzustellen: „Mit nur neun Feldspielern wird diese Saison weiterhin schwer für uns bleiben. Ich sage ganz klar, dass es unter diesen Umständen für den LHC einzig und allein darum gehen kann, die Liga zu halten.“

LHC: Volk, Neitzel (2),Hüneburg (1), Takev,R. (4), Efa (1), Reimann (4), Takev,F.-M., Schulze (2), Takev (8), Adam