| 21:51 Uhr

Fussball
Der SC Spremberg ist Wintermeister

Keinen Sieger gab es im Duell zwischen Spremberg (l., Rico Hermann) und Schlieben (Max Drößigk).
Keinen Sieger gab es im Duell zwischen Spremberg (l., Rico Hermann) und Schlieben (Max Drößigk). FOTO: Tim Meusel / FuPa Brandenburg
Landesklasse. Der SC hält sich schadlos im Topspiel in Schlieben. Peitz besiegelt derweil mit einem 4:0-Sieg die beste Hinrunde seit sieben Jahren. Von Roland Scheumeister

TSV Schlieben – SC Spremberg 0:0. Tore: /; Schiedsrichter: Hermann (Ludwigsfelde); Zuschauer: 105; SCS: Kaubitzsch  – Jensch, Jan Domann, Schwarz, Ra. Hermann – Staude (69. N. Pultermann), Ri. Hermann (79. Gruner), Thiele (56. Nickerl), Goethel – Kern, Pas. Scheider.

Auf dem relativ gut bespielbaren Geläuf entwickelte sich ein echtes Spitzenspiel auf starkem Landesklassen-Niveau. Flott und interessant, auch für die Zuschauer, gingen beide Kontrahenten ordentlich zur Sache. Im ständigen Hin und Her bot sich den Slamenern die erste Großchance. Philipp Kern setzte Pascal Scheider in Szene, der aber unter Bedrängnis den Torwart anschoss (16.). Die Platzherren versuchten, mit langen Bällen auf ihren Torjäger Robert Dehne zum Erfolg zu kommen. Die daraus resultierenden, durchaus gefährlichen Angriffe wurden von der SC-Abwehr stets gut abgeblockt. Die größte Möglichkeit vereitelte Schliebens Keeper, als er den von Scheider auf den Elfmeterpunkt zurückgelegten Ball gegen den völlig frei zum Schuss gekommenen Kern glänzend parierte (30.).

Mit dem Beginn des zweiten Durchgangs übernahmen die Spremberger die volle Kontrolle über das Geschehen. Bis zur Strafraumgrenze total dominant, ließen sie die Schliebener nur noch zu sporadischen Entlastungsangriffen über die Mittellinie kommen. Fast wäre der Spielverlauf dennoch auf den Kopf gestellt worden. Als Raik Hermann einen Ball nicht voll traf, sprang ihm dieser an die angezogene Hand und der Unparteiische entschied prompt auf Elfmeter. Zum Glück für den SC semmelte Schliebens Weinert das Leder über den Kasten (80.). Die nochmalige Druckphase der Gäste endete mit einer Großchance, bei der allerdings Nick Pultermann den Ball nicht voll traf und der Torwart damit die Null festhalten konnte. SC-Mannschaftsleiter Andreas Strenge: „Am Ende war für uns zwar ein Sieg drin, doch mit dem Remis können wir gut leben. Unser Kompliment auch den Schliebenern für ihren Anteil an der Spitzenqualität dieser Partie.“          

 

Eintracht Peitz – SV Großräschen 4:0 (0:0). T: 1:0 Lohse (60.), 2:0 Gropp (66./Eigentor), 3:0 Geissler (75.), 4:0 Venedey (78./ET); SR: Zimmer (Felixsee); Z: 30; Peitz: Leupold – Gross (68. Geissler), J. Neubert, Bähr, Fischer – Roy, Kadler, Runge, Lohse (82. Thabow) – Schön (54. Platz), Brandt.

Die Peitzer begannen offensiv und dominant, ließen aber zunächst den nötigen Biss im Abschluss vermissen und damit eine Hand voll bester Chancen liegen Fast wäre dieses Manko mit einem Rückstand  bestraft worden. Doch als Großräschens Becker einen Volleyschuss knapp über den Kasten setzte und kurz darauf nur den Pfosten traf, hatten die Teichstädter das Glück auf ihrer Seite. Mehr ließen sie allerdings nicht zu und spielten nach der Pause, geduldig auf ihre Chance gegen die gut aufgestellte SVG- Defensive wartend, kontrolliert offensiv weiter. Mit einem langen Ball bedient,  brach Julian Lohse den Bann, indem er 30 Meter vor dem Tor einen Verteidiger aussteigen ließ, allein auf den Keeper zustürmte und aus acht Metern vollendete.

Einen hohen Ball Enrico Kadlers verlängerte ein Räschener Verteidiger dann unglücklich in das vom Keeper verlassene Tor. Dann setzte sich Lohse durch, dessen flache Eingabe Kevin Geissler zum vorentscheidenden 3:0 ummünzte. Im Abschluss eines schönen Spielzuges und Doppelpass mit Christian Platz ging ein strammer 16m-Schuss Kadlers  an den Pfosten, prallte an den Rücken des Torwarts und davon ins Tor. Der Peitzer Trainer Sven Ballack freute sich über den gelungenen Abschluss der bisher besten Hinrunde der Eintracht seit dem Aufstieg in die Landesklasse im Jahr 2010.