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| 19:01 Uhr

Handball
Der LHC hat wieder „Bock auf Handball“

So geht der LHC Cottbus in die neue Oberliga-Saison: Hintere Reihe v.l.: Nick Widera, Robert Takev, Torwart-Trainer Klaus-Dieter Sklenar, Trainer Bozidar Bursac, Alexander Takev, Florian Takev. Vordere Reihe.v.l.: Malik Reimann, Glenn Nietzel, Eric Hinzer, Ernst Efa, Julien Adam, Robert Schulze, Pascal Hüneburg.
So geht der LHC Cottbus in die neue Oberliga-Saison: Hintere Reihe v.l.: Nick Widera, Robert Takev, Torwart-Trainer Klaus-Dieter Sklenar, Trainer Bozidar Bursac, Alexander Takev, Florian Takev. Vordere Reihe.v.l.: Malik Reimann, Glenn Nietzel, Eric Hinzer, Ernst Efa, Julien Adam, Robert Schulze, Pascal Hüneburg. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Die Cottbuser starten am Samstag mit einem neuen Coach in die neue Oberliga-Saison. Der Aderlass im Team war groß. Von Wolfgang Swat

Der Cottbuser Handball  kommt wieder ins Rollen. An diesem Samstag, 1. September, beginnt in der Männer-Oberliga die neue Saison für den LHC mit einem Auswärtsspiel beim Liga-Aufsteiger BFC Preussen in Berlin (Anwurf 18 Uhr, Wedellstraße 57). Einen Tag später kommt es in der Brandenburg-Liga der Männer gleich zum Knaller: Im Kolkwitz-Center ist um 16 Uhr Anwurf zum Spreewaldderby zwischen dem LHC II und Liga-Meister HC Spreewald, der auf sein Aufstiegsrecht verzichtet hatte.

Eine Woche später startet die A-Jugend in das Abenteuer Bundesliga. Gegenwärtig nimmt die Mannschaft an einem Turnier in Polen teil.

Es wird für den LHC eine Spielzeit zwischen Optimismus und Ungewissheit. Die RUNDSCHAU beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie ist die Ausgangssituation?

Nach den Rücktritten im LHC-Präsidium zum Jahreswechsel ist der Verein arg ins Schlingern gekommen. Als Präsident amtiert seitdem Gerald Haschick. Auf einer Mitgliederversammlung Anfang September soll über die weitere Entwicklung beraten werden. Am 6. September gibt es ein Treffen mit den Sponsoren des Klubs. Katastrophal ist die Öffentlichkeitsarbeit für die Fans. Schon seit Monaten  wird die Internet-Seite des Vereins angeblich überarbeitet.

Wie  ist die sportliche Lage?

Im sportlichen Bereich sind die Schlüsselpositionen neu besetzt. Das Männertraining leitet mit Bozidar Bursac ein international erfahrener ehemaliger Profihandballer, der unter anderem in den ersten Ligen von Serbien und Ungarn gespielt hat. Er ist Inhaber der A- und der internationalen Trainer-Lizenz. Teammanger und Co-Trainer ist Sándor Szanyi. Zum Trainerteam gehört mit Dieter Sklenar weiterhin ein Cottbuser Handball-Urgestein.

Im Nachwuchs-Leistungszentrum steuert mit Jadcek Bedzikowski ein ehemaliger polnischer Nationalspieler und Bundesliga-Spieler als Landestrainer die Geschicke. In dieser Funktion trägt er auch die Verantwortung für die Juniorenmannschaft des LHC, die mit dem Trainertrio Falk Fürstenberg, Peter Melzer und Ronald Kozlowski überraschend  den  Aufstieg in die höchste Spielklasse geschafft hatte. Mit dem Polen Ramon Quarta  ist bei den Frauen ebenfalls ein neuer Trainer im Amt.

Wie ist die Situation in der ersten Männermannschaft?

Der Aderlass nach der Saison war groß. Mit Berndt, Schmitz, Lößner, Mulemba und vor allem Marcus Meier (verletzungsbedingt Kariere-Ende) verließen wichtige Spieler aus unterschiedlichen Gründen den Verein. Jüngst wechselten mit Rick Harder (nach Coburg) und Moritz Schwock (Leipzig) hoffnungsvolle Nachwuchsspieler zu Bundesliga-Klubs. Angesichts des kleinen Kaders gestaltete sich die Vorbereitung schwierig. Es gab nur ein Vorbereitungsspiel beim HC Spreewald und das Pokalturnier im Landeswettbewerb.

Die Spieler sind durchaus optimistisch. „Wir haben wieder Bock auf Handball“, sagte Florian Takev. „Der neue Trainer bringt frischen Wind rein,  fordert uns bis an die Leistungsgrenze.“ Auch Nick Widera ist zuversichtlich: „Beim Pokalturnier lief es schon ganz gut. Mehr als 70 Tore in zwei Spielen über 20x20 Minuten muss man auch gegen unterklassige Mannschaften erst einmal werfen.“

Trainer Bursac  will sich zum Saisonziel erst nach dem Punktspiel beim BFC Preussen äußern.

Mit Robert Schulze, der zuletzt in Pirna spielte, kehrte ein ehemaliger LHC-Spieler zum Verein zurück. Ergänzt werden soll der Kader in Abstimmung mit Landestrainer Bedzikowski durch Spieler aus der Junioren-Bundesliga-Mannschaft, sofern es die Spielpläne zulassen.

Mit Zuka Gogava steht ein georgischer Nationalspieler auf der Kandidatenliste. Er studiert in Cottbus und  trainierte bereits vergangene Saison beim LHC. Geklärt werden müssen nach Vereinsangaben noch Ablösemodalitäten.