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| 16:56 Uhr

Handball
Der LHC Cottbus erleidet Schiffbruch an der Ostsee

Cottbus. Deutliche Niederlage beim Topteam Stralsunder HV. Von Wolfgang Swat

Die Handballer des LHC Cottbus haben  das Oberliga-Spiel beim Stralsunder HV mit dem Ex-Cottbuser Johannes Trupp in seinen Reihen mit 15:32 verloren und rutschten damit auf Tabellenplatz sechs ab.

Bereits beim Blick auf das Spielerprotokoll war zu erahnen, dass es für die Crew aus der Lausitz stürmisch werden würde an der Ostsee. Nur mit einem Torwart (Adam, der zudem noch angeschlagen in die Partie ging) und neun Feldspielern, zu denen auch Nachwuchs-Mann Alexander Volk, nicht jedoch Torjäger Nick Widera (Hochzeitsreise) gehörte, deutet sich bereits nach knapp 20 Spielminuten die Niederlage an, als der LHC die anfängliche Tuchfühlung  (6:5/12. Minute und 8:7/16.) verlor und bereits zur Halbzeit dem bislang ungeschlagenen Tabellenführer eine 16:9-Führung überlassen musste.

„Nach 15 Minuten hatten die Stralsunder gemerkt, dass wir keine Schützen aus dem Rückraum haben und ihre Deckung auf  ein defensives 6:0 umgestellt“, erklärte Trainer Bozidar Bursac die zunehmende Wirkungslosigkeit seiner Truppe. „Die starke Mannschaft von Stralsund war auf jeder Position doppelt gut besetzt, wir hatten kaum Optionen zum Wechsel“, stellte er fest. Auf die 18 Tore von Nick Widera im zurückliegenden Spiel gegen Werder anspielend, sagte Bursac mit Ironie in der Stimme: „Mit Nick hätten wir rein rechnerisch am Ende mit einem Tor gewonnen.“

Zu allem Unguten aus Cottbuser Sicht  wichen die Hanseaten auch in der zweiten Halbzeit zu keinem Zeitpunkt von ihrem Kurs ab. Sechs Minuten nach Wiederbeginn waren sie den Cottbusern auf 22:10 enteilt. Den Gästen gelang es nicht, das Ruder fest in die Hand zu bekommen und es gar herumzureißen. Sie gerie­ten in immer größere Not, obwohl sich die Spieler um Kapitän Robert Takev nach besten Kräften wehrten.

Den Schiffbruch an der Ostsee konnte die Mannschaft mit ihrer reduzierten Bordbesatzung allerdings nicht verhindern.


LHC:
Adam (Tor); A.Takev (4 Tore), Efa (3), Nietzel, R.Takev, F. Takev (je 2), Hüneburg, Volk (je 1), Reimann, Schulze