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| 18:05 Uhr

Fussball
Der Gegner schießt Krieschow zum Sieg

Kein Krieschower weit und breit – und dennoch die Führung. Durch ein Eigentor der Rudolstädter kam der VfB zum knappen Heimsieg.
Kein Krieschower weit und breit – und dennoch die Führung. Durch ein Eigentor der Rudolstädter kam der VfB zum knappen Heimsieg. FOTO: Marcel Ohnrich
Oberliga Süd. Dank eines Eigentores gewinnt der Lausitzer Oberligist gegen Einheit Rudolstadt mit 1:0 und klettert auf Platz vier. Von Roland Scheumeister

VfB Krieschow – Einheit Rudolstadt 1:0 (0:0). Tor: 1:0 Rühling (58./ET); Schiedsrichter: Biastoch (Großröhrsdorf); Zuschauer: 180
Krieschow: Oberschmidt – Bernhardt, Hildebrandt, Kaiser, Ladwig – Pahlow,  S.Konzack, Dörry (87.Schmidt), Dahm (75.Richter) – Karow (89.Pehla), Felgenträger.

 

Mit einem hauchdünnen 1:0 über Rudolstadt, geschuldet ihrer Abschlussschwächen, haben sich die Krieschower in das obere Tabellendrittel der Oberliga Süd katapultiert. Die wegen diverser Verletzungsausfälle stärker defensiv ausgerichtete Taktik des Trainers wurde von der umgestellten Mannschaft gut umgesetzt. Die Ausbeute von sieben Punkten, bei  einem minimalistischen 2:1-Torverhältnis, belegt das. Der Vergleich zum Vorjahr – nach vier Runden standen mit 4:15 Toren null Punkte zu Buche – zeigt, welchen Qualitätssprung die Mannschaft, die ja nach wie vor ohne einige ihrer Leitfiguren auskommen muss, vollzogen hat.

Nachdem gegen Rudolstadt in der Vorsaison zweimal Lehrgeld bezahlt wurde, fanden die Thüringer auch im dritten Vergleich schneller in die Partie, ohne dabei aber die neuformierte, sichere Abwehrreihe der Krieschower ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Als der VfB den Faden gefunden hatte, häuften sich dessen Chancen und das Spiel wurde insgesamt flotter. Einer Reihe toll heraus gespielter Angriffe fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss. So verpassten Leo Felgenträger, Kevin Karow und Marcus Dörry nur knapp die Kiste. Bei einem Konter der Thüringer rettete Markus Kaiser vor Rupprecht auf der Linie.

Der VfB übertrug den Vorpausenschwung nahtlos in die zweite Hälfte und arbeitete druckvoll in Richtung gegnerisches Gehäuse. Dennoch bedurfte es erst eines Fauxpas der Einheit-Elf, um in Führung zu gehen. Ein weit vor dem Tor lax geschlagener Rückpass des Linksverteidigers der Einheit-Elf überraschte den völlig falsch postierten Torwart – und der Ball kullerte zum Tor des Tages über die Linie. Mit dem Rückstand forcierten die Gäste ihre Offensivbemühungen, hatten aber kaum Chancen, das VfB-Abwehrbollwerk zu knacken, während die Hausherren Angriff auf Angriff inszenierten, sich dabei aber im Vergeben klarster Chancen übertrafen und nur dadurch bis zum Abpfiff um den Dreier bangen mussten. Als der Einheit-Kapitän frei zum Schuss kam, reagierte Max Oberschmidt stark (83.).

Einheit-Trainer Holger Jähnisch zeigte sich vom Auftritt des VfB beeindruckt und gratulierte zum verdienten Sieg: „Nach der glücklich überstandenen ersten Hälfte verfielen wir durch das Gegentor in Schockstarre. Um den Ausgleich zu schaffen, waren unsere Aktionen nach vorn zu ungenau und verschafften dem VfB viel Raum zum Kontern. Hier war für uns heute nicht viel drin“, sagte Jähnisch.

Krieschows Coach Toni Lempke lobte indes die geschlossene Leistung seiner Mannschaft: „Wir hatten zunächst Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden. Doch nach einer halben Stunde lief es und es hat bis zum Abpfiff fast alles gestimmt“, analysierte er. „Allerdings müssen wir noch ruhiger und abgeklärter werden. Unser einziger echter Mangel war aber die Tatsache, dass wir trotz bester Chancen die Bude nicht getroffen haben und erst ein Glückstor herhalten musste, um unseren starken Auftritt zu belohnen.“