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| 16:26 Uhr

Fussball
Der 1.FC Guben punktet dank spätem Ausgleich für die Moral

Fußball-Landesliga. Wacker mit schwachem Auftritt in Hohenleipisch. Von Roland Scheumeister

TSV Schlieben – BSV Guben Nord 0:3 (0:1) T: 0:1 Richter (2.), 0:2, 0:3 Herzog (47.,51.); S: Runge (Schöpstal); Z: 134; BSV: Hübner – C.Schulz (45.Klopot), Richter, Ullrich, Schmietendorf, Schwittlich, Herzog (88.Liersch), C.Schulze, Hnyk, Kunzke, Ost (79.Klemczynski).

Gleich die erste Chance brachte den BSV auf Siegeskurs. Eine weite Flanke wurde aus dem Schliebener Strafraum unkontrolliert zurückgeköpft. Richter bekam den zweiten Ball, ließ noch einen Verteidiger aussteigen und netzte ein. Ost verpasste es nachzulegen, indem er einen Flankenball Herzogs volley über das Tor hämmerte. In der Folge spielten die Breesener zu behäbig und einfallslos. Einige Patzer in der Vorwärtsbewegung taten ihr Übriges, so dass der Aufsteiger ins Spiel kam. Die Kabinenpredigt zur Pause fruchtete und prompt legten die Ullrich-Schützlinge nach. Hnyk eroberte die Kugel in der eigenen Hälfte, bediente Ost, dessen Lupfer der einlaufende Herzog per Flachschuss zum 0:2 ummünzte. Von Ost geschickt schoss Kunzke haarscharf am Pfosten vorbei. Ein Einwurf Richters an der Strafraumgrenze erreichte Herzog, der noch einen Haken schlug und das Leder unter die Latte hämmerte.

VfB Hohenleipisch – Wacker Ströbitz 3:0 (0:0) T: 1:0 Ayata (46.), 2:0 Seifert (65.), 3:0 Vetter (73.); S: Wickfeld (Annahütte); Z: 148; Wacker: P.Lehmann – Pawelke (80.Heumann), Röder, Valentin, Mi.Kowal, Netzker, Voigt, Afzal, Heither, Schulisch (56.Jäkel), Schütz (68.Walter).

Mangels eines „gelernten“ Torwarts musste sich diesmal Verteidiger Pascal Lehmann zwischen den Pfosten bewähren. Obwohl dieser seine Sache gut machte, war die Taktik der Mannschaft etwas defensiver als sonst ausgerichtet. Somit gelang im Spiel nach vorn wenig und da auch die Gastgeber äußerst schwach und fehlerhaft agierten, wurden vor der Pause nur einige Halbchancen erspielt. Die beste Möglichkeit hatte Afzal, der die Führung aber, im Abschluss zu verspielt, vertändelte. Ein Blitzstart in die zweite Hälfte brachte den VfL in Front. Entgegen der Laufrichtung des Torwarts köpfte Ayala nach präziser Flanke ein. Als die Zuordnung in der Abwehr nicht stimmte, konnte Seifert frei einköpfen. Lehmann vereitelte reaktionsschnell eine weitere Chance im Eins zu Eins-Duell. Jäkel vergab indes die einzige Möglichkeit der Cottbuser. Gut in Position gebracht besiegelte Vetter mit einem unhaltbaren Volleyschuss ins lange Eck die Niederlage der Wackeraner, bei denen in diesem Spiel nicht viel zusammenlief.

1.FC Guben – Blau-Weiß Briesen/Mark 2:2 (1:1) T: 1:0 Woryta (21.), 1:1, 1:2 Schübler (45.,64.), 2:2 Pulm (82.);S: Hähnel (Frankfurt); GRK: Naskrenski (Briesen/85.); Z: 55; Guben: Matwiejczyk – C.Hetzel, Schulze (85.Löffler), Nitschke, Bieresniewicz, Woryta (78.Tzscheppan), Rys, Schelske (62.Rajchel), Piotrowski, Pulm, Vu Tuan.

Im Duell der Landesligaurgesteine ging es sofort ordentlich zur Sache. Die Märker trafen mit ihrem ersten Angriff das Gebälk (2.). Der FC erspielte sich indes leichte Chancenvorteile. Als Briesens Keeper nach einer Ecke den Ball prallen ließ, war Woryta mit dem Kopf zur Stelle. Pulm hatte Pech, indem sein Schuss an den Pfosten ging (25.). Einen langen Ball in den Gubener Strafraum köpfte Rys Briesens Schübler unglücklich vor die Füße, der die Ausgleichschance eiskalt nutzte. Nach dem Wechsel bestimmten zunächst die Gäste das Geschehen und schlugen erneut zu, als die FC-Abwehr das Streitobjekt nicht aus der Gefahrenzone bekam und dem Torwart im Strafraumgetümmel die Sicht versperrt war. Die Blauweißen blieben offensiv ausgerichtet und der FC nahm den Schlagabtausch an. Einer Parade Matwiejczyks folgte ein Konter über Piotrowski, dessen Eingabe Pulm ins Tor verlängerte. FC-Mannschaftsleiter Eberhard Jurk: „Das kämpferische Aufbäumen der Truppe war ein Zeichen der guten Moral, welche uns Hoffnung auf den ersten Saisonsieg macht“.