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| 18:22 Uhr

Radsport
Däne siegt mit drei Sekunden Vorsprung

Drei Finger zeigen drei Etappensiege an: Jacob Hindsgaul Madsen bei der Zielankunft.
Drei Finger zeigen drei Etappensiege an: Jacob Hindsgaul Madsen bei der Zielankunft. FOTO: RSC
Cottbus. Jacob Madsen gewinnt die 43.Internationale Junioren-Etappenfahrt. RSC-Starter beim Heimrennen vom Pech verfolgt. Von Georg Zielonkowski

Mit Jacob Hindsgaul Madsen hat die traditionelle Vier-Etappen-Tour im Raum Cottbus am Sonntag ihren Sieger gefunden, der jedoch erst nach dem Zielsprint der Schlussetappe in Dissen feststand. Der 17-jährige Däne hatte zuvor die Zeitfahretappe von Drachhausen über 11,4 Kilometer für sich entschieden, auch die 40-Rundenjagd „Rund ums Waldhotel“ sah den Zehnten der letztjährigen Junioren-Weltmeisterschaft nach den 60 Kilometern als Sieger. Im Klassement lag vor der Schlussetappe jedoch Michael Galka vom polnischen Nationalteam mit neun Sekunden in Front, weil er den Auftakt in Drebkau gewonnen hatte und Madsen als 78. ins Ziel rollte.

Da es dem blonden Dänen jedoch am Sonntagmittag beim Zielsprint gelang, sich ganz leicht vom Feld abzusetzen, reichte es zu seinem dritten Etappensieg, den er beim Überfahren der Zielline auch anzeigte. So gewann Madsen am Ende mit dem hauchdünnen Gesamterfolg von drei Sekunden Vorsprung vor Galka und zwölf Sekunden vor dem besten Deutschen Maurice Ballenstedt vom Team des Landesverbandes Berlin.

Die durch ihre Gesamtsiege der Vorjahre erfolgsverwöhnten Fahrer des gastgebenden RSC Cottbus konnten sich in 2018 erwartungsgemäß nicht so recht in Szene setzen. Die Prognose von Trainer Rainer Gatzke war offenbar absolut treffend, als er vorab schon warnend anmerkte, dass es bestenfalls zu Außenseiter-Erfolgen seiner Nationalfahrer Erik Vater oder Hannes Wilksch kommen könnte. Doch auch die blieben aus, wurde doch kein Fahrer des RSC-Sextetts zu den einzelnen Siegerehrungen aufs Treppchen gerufen.

So beendete Hannes Wilksch die Tour mit 30 Sekunden Rückstand als Achter, Roger-Rüdiger Bohla (-00:47) wurde Achtzehnter, Rang 33 ging an Erik Vater (-01:14), Jonas Onekken, Mike Thiede und Theo Zetzsche belegten die Plätze 38, 41 und 46.

Allerdings machte die Defekthexe bei einem aus dem RSC-Team eine bessere Platzierung zunichte. Denn wie schon im Vorjahr auf der ersten Etappe bei einem Sturz war Erik Vater auch beim 43. Etappenrennen gleich beim Auftakt im Raum Drebkau vom Pech verfolgt. Als er gemeinsam mit Wilksch und Onekken in der Spitzengruppe fuhr, platzte ihm kurz vor dem Ziel ein Reifen, so dass ihm ein besserer Tagesrang, als Platz 39 versagt blieb.

Überschattet wurde der finale Renntag von einem Sturz zwischen Dissen und Striesow mit sechs verletzten Fahrern, die zum Teil im Thiem-Klinikum versorgt werden mussten.

Erneut vom Pech verfolgt: Erik Vater (RSC Cottbus).
Erneut vom Pech verfolgt: Erik Vater (RSC Cottbus). FOTO: Georg Zielonkowski