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| 19:09 Uhr

Triathlon
Cottbuser Stadtpolitiker bei Ironman-WM

Genau wie beim 70.3-Triathlon von Belek/Türkei im Oktober 2017 wollen Hans-Joachim Weißflog (l.) und Reinhard Drogla auch in Südafrika gut durchkommen.
Genau wie beim 70.3-Triathlon von Belek/Türkei im Oktober 2017 wollen Hans-Joachim Weißflog (l.) und Reinhard Drogla auch in Südafrika gut durchkommen. FOTO: Gabi Drogla
Cottbus. Reinhard Drogla (67) und Hans-Joachim Weißflog (65) starten am Sonntag beim Mittelstrecken-Triathlon in Südafrika. Von Georg Zielonkowski

Für die beiden Cottbuser Stadtpolitiker Reinhard Drogla (SPD) und Hans-Joachim Weißflog (Die Grünen) schlägt an diesem Sonntag, 2. September, die Stunde ihrer größten sportlichen Herausforderung in diesem Jahr. Beide gehen in der Altersklasse der 65- bis 69-Jährigen beim Mittelstrecken-Triathlon in Port Elizabeth an den Start. Ausgetragen wird der Wettbewerb mit dem offiziellen Namen „Isuzu Ironman 70.3 World Championship“ im Gebiet der Nelson Mandela Bay im tiefen Süden Südafrikas. Das „70.3“ weist darauf hin, dass es sich um einen Wettbewerb handelt, dessen Einzeldistanzen jeweils die Hälfte des weltbekannten Ironman auf Hawaii betragen.

Für die WM 2018 haben sich die beiden Cottbuser Ausdauersportler vorab qualifizieren müssen. Hans-Joachim Weißflog beispielsweise tat das mit seinem Sieg in der Altersklasse M65 beim gleichartigen Wettkampf in Kraichgau, als er zwischen sich und dem Zweitplatzierten einen Vorsprung von rund 20 Minuten herauslief. „Ein WM-Rennen ist natürlich von ganz anderer Qualität. Darum wäre es sehr gut für mich, in meiner Altersklasse unter die besten 20 zu kommen, eine Top-Ten-Platzierung wäre geradezu sensationell“, sagt der Mann, der zwar schon zehn Mitteldistanz-Triathlon-Wettbewerbe bestritten hat, bei einer WM jedoch noch nie am Start war.

Ziemlich ausgeschlossen scheint für ihn allerdings, dass er davon profitieren kann, dass mit Reinhard Drogla ein Freund und Trainingsgefährte im Feld der insgesamt 3000 Männer am Start ist. „Reinhard wird sicher weit vor mir nach den 1,9 Schwimm-Kilometern aus dem Wasser steigen, beim 90-Kilometer-Radfahren könnte ich dann etwas näher kommen – vorausgesetzt jedoch, ich komme mit dem Seewind, der mit 55 km/h vorausgesagt ist, klar“, schaut Weißflog voraus. „Beim Halbmarathon, unserer dritten Disziplin, will ich mich dann aber doch noch ein Stück nach vorn arbeiten. Ich bin wirklich sehr gespannt, auch neugierig, wie ich bei meinem WM-Debüt zurecht komme“, sagt er.

90 Kilometer Radfahren stehen am Sonntag für die beiden Cottbuser auf dem Programm – nach dem 1,9-km-Schwimmen und vor dem Halbmarathonlauf.
90 Kilometer Radfahren stehen am Sonntag für die beiden Cottbuser auf dem Programm – nach dem 1,9-km-Schwimmen und vor dem Halbmarathonlauf. FOTO: dpa / Nic Bothma

Sein Mitstreiter und Trainingspartner Drogla ist da schon ein gutes Stück erfahrener. Er kann bereits auf drei WM-Teilnahmen verweisen, wobei er in Florida mit Rang 15 seine beste Platzierung erreicht hat. In Vorbereitung auf den diesjährigen Höhepunkt des Sportjahres hat der jetzt 67-Jährige bis zu 15 Stunden pro Woche trainiert, in der letzten Phase vor dem Abflug nach Südafrika immerhin noch rund zehn Stunden. „Für die Schwimmdistanz haben Hans-Joachim und ich die gute Qualität des Sachsendorfer Sees genutzt und sind oft vierfach die 300-Meter-Strecke bis ans gegenüberliegende Ufer und zurück geschwommen. Für das Radeln und Laufen bietet unsere Gegend zudem ebenfalls sehr schöne Strecken. Und da die Laufstrecke in Südafrika mit lediglich 600 Höhenmetern angegeben worden ist, haben wir auch keine Bedenken, wegen zu hoher Hürden auf dem 21,1-Kilometer-Kurs.

Die beiden Cottbuser Extremsportler, die sich am Sonntag mit den Startnummern 149 (Drogla) und 168 auf den Weg machen werden, fiebern auch aus einem anderen Grund dem Start in Südafrika entgegen: „Unter den 3000 Startern bei den Herren sind neben hunderten Hobbysportlern ja auch die absoluten Weltstars wie Weltmeister und Olympiasieger Jan Frodeno unterwegs. Allein schon mit solchen Assen gemeinsam auf die Strecke zu gehen, ist eine riesige Motivation und ein ganz besonderes Erlebnis für uns“, sagt Reinhard Drogla.