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Kampfkunst
Cottbus putzt sich heraus als absolute Kampfkunst-Hochburg

Erneut die erfolgreichste Mannschaft: der Doitsu-Budo-Kwai e.V. Cottbus.
Erneut die erfolgreichste Mannschaft: der Doitsu-Budo-Kwai e.V. Cottbus. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Die Kampfkünstler der Stadt zeigen sich bei ihrem Heimspiel von ihrer Schokoladenseite. Der Gastgeber Doitsu-Budo-Kwai Cottbus schneidet als medaillenschwerster Verein ab. Von Georg Zielonkowski

Hatte die Stadt Cottbus mit den 44 Teilnehmern aus vier Vereinen schon personell den größten Anteil zu den 111 Kampfkünstlern der diesjährigen Ostdeutschen Meisterschaft entsandt, so war deren Bilanz am Ende als reinweg überragend zu bezeichnen. In Summe wurden 25 Meistertitel gewonnen, hinzu kamen 28 Silberränge und 24 Bronzemedaillen. „Schon in den Vorjahren waren wir bei solchen Meisterschaften immer gut dabei, wenn die Medaillen verteilt wurden. Die Ausbeute dieses Jahres passt aber auch deshalb richtig gut ins Bild, weil wir in unserer Cottbuser BTU-Halle reichlich Zuschauer aus unserer Stadt begrüßen konnten, die die Erfolge unserer vier Vereine bejubelt haben“, schaute die Chef-Organisatorin Christina Herold zufrieden auf den Wettkampf zurück.

Grund zur Zufriedenheit hatte Herold aber vor allem auch dank ihren Schützlingen vom Doistu-Budo- Kwai e.V. Cottbus, dessen Vorsitzende sie zugleich ist. Je 16 Mal wurde Gold und Silber gesammelt, hinzu kamen zehn Bronzemedaillen. Wieder einmal waren die 17-jährige Michelle Herold und Eve Colleen Meixner (14) die Erfolgreichsten aus ihrem Verein, beide holten dreimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze in ihren jeweiligen Kategorien. Gemeinsam gewannen sie außerdem die Goldmedaille im Combat-Arnis Synchron. Dass auch die nächste Generation schon längst in der Erfolgsspur eingebogen ist, bewies Lynett Münzer (10 Jahre), die im  Kinderbereich zwei Gold- und eine Silbermedaille gewann.

Die Abteilung Kampfkünste Tokugawa vom PSV 90 Cottbus war mit 13 Sportlern angetreten, die in Summe 28 Medaillen (6/11/11) gewannen. Sophia Alff war mit Doppel-Gold und Silber deren Erfolgreichste. Dicht danach folgte Luis Bahr, der Gold und zweifach Silber gewann. Auch die Bilanz der sechs Starter des drittgrößten Cottbuser Vereins „Shogun Kampfkünste“ kann sich absolut sehen lassen, Gerold Wenzel wurde hier als Bester mit Gold und Silber ausgezeichnet. „Auch wenn kein Vertreter des vierten Cottbuser Vereins Budo-Fitness zur Siegerehrung gerufen wurde, war es doch schön anzusehen, dass sich der noch so junge Verein beteiligt hat und mitgeholfen hat, die Stadt Cottbus als dominierende Stadt der Kampfkünstler darzustellen“, schätze Christina Herold ein.

Am Wettkampftag bekam auch Herold selbst viel Lob sowohl von den Teilnehmern als auch von den Besuchen für den zügigen Ablauf der insgesamt 54 Wertungsdiziplinen . Was sicher die Vorfreude auf die in 2018 in Cottbus stattfindenden Deutschen Meisterschaften verstärkt, die dann vom Polizeisportverein ausgerichtet werden.