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| 19:24 Uhr

Fußball
Broschinski & Co. siegen für die Energie-Seele

 Überzeugte gegen Chemnitz bei den A-Junioren von Energie Cottbus: Stürmer und Profi-Leihgabe Moritz Broschinski (r.).
Überzeugte gegen Chemnitz bei den A-Junioren von Energie Cottbus: Stürmer und Profi-Leihgabe Moritz Broschinski (r.). FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Die Cottbuser A-Junioren stoßen das Tor zur Bundesliga weit auf. Trainer Abt: "Meine Mannschaft ist klug genug, um auf Rang eins zu bleiben." Von Georg Zielonkowski

Mit einem klaren 4:1 gegen den bisherigen Spitzenreiter Chemnitzer FC haben die A-Junioren des FC Energie Cottbus bei 332 Energie-Fans nach dem traurigen Drittliga-Abstieg für eine deutlich verbesserte Stimmungslage sorgen können. Mit diesem Erfolg hat der neue Tabellenführer aus Cottbus die Tür zum direkten Weg in die Bundesliga weit aufgestoßen.

Vom Anpfiff weg bemühten sich die Gastgeber, die Westsachsen mit flottem Kombinationsspiel zu beeindrucken. Doch war es außer dem am Pfosten landenden Kopfball Colin Raaks ein schwieriges Unterfangen. Als aber Moritz Broschinski im Strafraum den Ball gut behaupten konnte und Niklas Geisler bediente, der mit einer artistischen Aktion erfolgreich war, gelang nach knapp 20 Minuten die Führung. Bis auf die 36. Minute, als sich eine Lücke auftat, die Erik Tallig zum 1:1 nutzte, stand Energies Defensive sicher.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit zogen die Cottbuser ihr Spieltempo deutlich an, womit Chemnitz sichtlich Schwierigkeiten bekam. Eine Standardsituation war es dann in der 55. Minute, die diese Bemühungen krönte, als der aufgerückte Adrian Jarosch einen Eckball von Julian Baumgarten in die Maschen wuchtete. „Diese Variante haben wir ausgiebig geübt. Schön, dass sie zu unserer Führung genutzt werden konnte“, so FCE-Trainer Sebastian Abt. Mit dem 2:1 im Rücken drückte Energie den Gegner in die Defensive. So war es einem der Besten in der auch kämpferisch starken Energie-Mannschaft vorbehalten, das Ergebnis in der 65. Minuten auf 3:1 auszubauen. Nach einem feinen Geisler-Zuspiel lief Moritz Broschinski allein auf den Torwart zu, um diesen ganz clever zu überwinden. „Ich will eigentlich keinen Spieler hervorheben, aber Moritz ist mit seiner Schnelligkeit und seiner Qualität, Bälle in vorderster Fronst fest zu machen, schon sehr wichtig für unsere Offensive. Ihm hat das wochenlange Training bei den Männern sichtlich gut getan“, zeigte sich Abt später zufrieden mit seinem Angreifer, der in der 84. Minute den Ball auf Wechselspieler Marian Goldbach legte, der zum 4:1-Endstand einschoss.

Trotz nur minimaler Chemnitzer Chancen erlebte die Rekordkulisse im Südstadion ein hochklassiges Spiel der zwei wohl besten Mannschaften der Liga. Für den FCE als neuer Tabellenführer heißt es nun, bei den beiden letzten Prüfungen am Sonntag bei TeBe Berlin und beim Schlussspiel daheim gegen Hansa (2. Juni) die erarbeitete Position ins Ziel zu bringen.

Selbst dann, wenn Chemnitz noch einmal an den Cottbuser vorbeiziehen sollte, würde der FCE in die Relegation gegen den Zweiten der Regionalliga Nord gelangen. Doch verschwendet an diese Möglichkeit bei Energie keiner einen Gedanken. „Meine Mannschaft ist klug genug, alles daran zu setzen, um auf Rang eins zu bleiben“, weiß Abt. „Eine Zugabe von zwei Wochen Wettkampfzeit will keiner haben.“