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Benken über das Aufstiegsfinale: "Wacker macht es"

Mit 5:1 schickte Wacker – hier Rostyslav Diakiv in Aktion – die Lübbener vor wenigen Wochen nach Hause.
Mit 5:1 schickte Wacker – hier Rostyslav Diakiv in Aktion – die Lübbener vor wenigen Wochen nach Hause. FOTO: rfs1
Cottbus. Für das packende Aufstiegsfinale in der Fußball-Landesliga räumt Experte Sven Benken den Ströbitzern die besten Chancen ein. Sven Hering

Es ist ein Finale, das spannender kaum sein könnte. In der Fußball-Landesliga kämpfen am heutigen letzten Spieltag noch vier Teams um den Aufstieg in die Brandenburgliga.

Noch bis vor ein paar Wochen ganz dicht dran am Geschehen war Sven Benken - als Trainer der SG Burg. Nach einem 5:2-Sieg seiner Truppe gegen Wildau trennte sich die Vereinsführung allerdings vorzeitig und überraschend von dem Übungsleiter. Benken hatte zuvor angekündigt, sich zum Saisonende aus dem Spreewald verabschieden zu wollen. Für die RUNDSCHAU analysiert er die Chancen der vier Teams im Aufstiegsrennen. Dabei hat Benken einen klaren Favoriten - und das ist nicht der aktuelle Tabellenführer.

Grün-Weiß Lübben: "Eine sehr kompakte und robuste Truppe", so Benken zu der Mannschaft, die den Aufstieg als einziges Team aus eigener Kraft schaffen kann. "Es gibt zwei, drei Spieler, die viel Erfahrung mitbringen und das Spiel gut lenken können." Der Zusammenhalt sei sehr gut. Doch mit Blankenfelde-Mahlow warte ein sehr schwerer Gegner auf die Grün-Weißen. Benken: "Ich glaube, Lübben verliert das letzte Spiel."

Wacker Ströbitz: Für Benken eine Mannschaft mit vielen gestandenen Akteuren, die einen sicheren Ball spielen. "Sie tun sich aber oft gegen vermeintlich leichtere Gegner schwer", so der frühere Bundesliga-Kicker. Trotzdem ist der aktuelle Tabellenzweite für Benken der Aufstiegsfavorit. Vom Potenzial sei die Mannschaft ganz oben anzusiedeln. Am letzten Spieltag muss Wacker bei Brieske ran, die ihrerseits ebenfalls noch Chancen auf den Platz an der Sonne haben. Doch Benken ist sich sicher: "Wacker macht es. Sie gewinnen dort und steigen auf."

Brieske Senftenberg: Benken, in Lauchhammer geboren, hatte seine Karriere einst bei Brieske begonnen, ehe er später für Energie, Werder Bremen oder Hansa Rostock spielte. Deshalb hegt er noch eine besondere Sympathie für seinen ersten Verein. "Sie haben eine starke Mannschaft, das Problem war allerdings, dass sich einige wichtige Spieler verletzt haben." Das habe die Mannschaft nicht kompensieren können. Für das nächste Jahr hat Benken die Knappen aber ganz oben auf der Rechnung.

VfB Hohenleipisch: "Die Mannschaft hat die Saison in der ersten Halbserie verspielt", sagt Benken. Die neu formierte Truppe habe Zeit gebraucht, um sich zu finden - und dabei einige Punkte liegen gelassen. Danach habe sie in der Landesliga eine starke Rolle gespielt. Doch Aufstiegschancen räumt Benken dem VfB, der zum letzten Spiel nach Wildau reist, keine ein.

Und wie sehen die beruflichen Pläne des Trainers Sven Benken aus? "Ich bin derzeit nicht auf der Suche nach einem neuen Verein, sondern widme mich meiner Familie", erklärt er. Sollte es allerdings in absehbarer Zeit ein Angebot geben, das mit seinen Ansprüchen übereinstimmt, könne er sich durchaus vorstellen, wieder an der Seitenlinie zu stehen.