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Basketball
Erst Hiobsbotschaft – dann deutlicher Sieg

Auf ihren starken kanadischen Neuzugang Jesse Jeffers, hier im ersten Heimspiel in Aktion, mussten die Devils diesmal verzichten.
Auf ihren starken kanadischen Neuzugang Jesse Jeffers, hier im ersten Heimspiel in Aktion, mussten die Devils diesmal verzichten. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Auch ohne Jesse Jeffers gewinnen die Cottbuser White Devils ihr Heimspiel in der Lausitz-Arena gegen den SV Empor Berlin mit 87:70. red

Im zweiten Anlauf haben die White Devils in der heimischen Lausitz-Arena ihren ersten Heimsieg in der aktuellen Saison der 2. Regionalliga Nord-Ost eingefahren. Gegen Empor Berlin stand am Ende ein ungefährdetes Ergebnis von 87:70 auf der Anzeigetafel.

Dabei hatte es zum Ende der Trainingswoche zunächst eine Hiobsbotschaft für die „Teufel“ gegeben. Am Freitag verletzte sich der Kanadier Jesse Jeffers im Training so schwer, dass er kurzfristig stationär im Krankenhaus aufgenommen werden musste. Er stand damit gegen Empor nicht zur Verfügung. Mit ihm, Peplowsky und Hieltscher konnten gleich drei Spieler nicht ins Geschehen eingreifen.

Dennoch starteten die Devils sehr gut ins Spiel. Mit Frank Koal, Luis Taya, Kristof Wilhelm, Max Jentzsch und Kapitän Daniel Krausche fingen die „Teufel“ an. Den ersten Korb für die Devils traf Koal und eröffnete damit einen 9:0-Lauf der Hausherren. Die Gäste kamen dagegen eher schlecht in Tritt. Wahrscheinlich hatte ihre verspätete Anreise Auswirkungen auf die Konzentration. Im ersten Viertel machte sich die konsequente Defense der Devils bezahlt, die viele Schnellangriffe laufen konnten. Die gute Wurfquote und das gute Zusammenspiel gestatteten rasch eine deutliche 34:10-Führung, mit der es in die Viertelpause ging.

Im zweiten Viertel fand sich Empor besser zurecht und die Begegnung verlief ausgeglichener. Es schlichen sich kleine Fehler ein und die „Teufel“ trafen auch nicht mehr so hochprozentig wie zuvor. Trotzdem hatte man sich ein ordentliches Polster zugelegt, und in die Halbzeit ging es mit einer 52:28-Führung.

Der dritte Abschnitt gestaltete sich aus Devils-Sicht dann eher durchwachsen. Die Fehlerquote nahm deutlich zu und Abstimmungsprobleme führten zu Fehlpässen. Die Berliner nutzten das aus und gewannen das Viertel mit 20:10. Doch noch war dank des Vorsprungs nichts angebrannt. Im letzten Viertel übernahmen die Teufel wieder mehr das Ruder. Durch die deutliche Führung konnten auch die Jugendspieler Tim Klaue, Clemens Dittmann und Ole Kliem ihre ersten Regionalligaminuten in diesem Jahr sammeln. Am Ende fuhren die White Devils einen 87:70-Erfolg ein. Sechs der elf eingesetzten Spieler punkteten zweistellig.

Devils-Coach Steven Herfurth befand: „Durch eine tolle Teamleistung konnten wir das Spiel gewinnen. Es waren ein paar sehr schöne Spielzüge dabei. Aber wir wollen nicht zu euphorisch sein, denn immerhin hatten wir Phasen im Spiel, die uns Probleme bereiteten. Gerade im dritten Viertel hatten wir große Schwierigkeiten, unseren Rhythmus wieder zu finden.“

Das nächste Spiel der White Devils findet wieder in Berlin statt. Es geht  zum VfB Hermsdorf.

Es spielten: Max Jentzsch (21 Pkt.), Yuriy Vasylyev (15), Daniel Krausche (13), Frank Koal (13), Michael Möbes (10), Luis Taya (10), Ole Kliem (3), Kristof Wilhelm (2), Christian Lürmann, Tim Klaue und Clemens Dittmann.

Bei ihrem zweiten Heimspiel in der Lausitz-Arena (Foto links) fuhren die Devils zuletzt einen ungefährdeten Sieg gegen Empor Berlin ein.
Bei ihrem zweiten Heimspiel in der Lausitz-Arena (Foto links) fuhren die Devils zuletzt einen ungefährdeten Sieg gegen Empor Berlin ein. FOTO: Andy Troppa