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| 16:09 Uhr

Fußball: Die Bilanz der Aufsteiger
Aufmüpfige Aufsteiger und nervöse Neulinge

 So einen Aufsteiger sieht man selten: Wacker Ströbitz II thront nach fünf Siegen aus fünf Spielen an der Tabellenspitze der Landesklasse Süd.
So einen Aufsteiger sieht man selten: Wacker Ströbitz II thront nach fünf Siegen aus fünf Spielen an der Tabellenspitze der Landesklasse Süd. FOTO: FuPa Brandenburg
Cottbus. Fünf Siege und noch kein Gegentor: Die 2. Mannschaft von Wacker Ströbitz mischt gerade die Landesklasse Süd auf. Und wie schlagen sich andere Lausitzer Aufsteiger? Ein Zwischenzeugnis. Von Steven Wiesner
  • WACKER STRÖBITZ II

So einen Aufsteiger gibt es nicht alle Tage! Die 2. Mannschaft von Wacker Ströbitz mischt gerade die Landesklasse Süd auf. Erstmals in der Vereinsgeschichte hat es die Reserve der Cottbuser in den Landesspielbetrieb geschafft und im Vorjahr Kreismeistertitel und Kreispokal gewonnen. Auch in der 8. Liga siegt die Mannschaft von Trainer Marko Mrosek munter weiter. Fünf Spiele, fünf Siege, dazu ein Torverhältnis von 21:0. Statistiken, die fast schon aufmüpfig daherkommen. Die letzte Niederlage datiert vom 7. April (1:2 beim VfB Krieschow II). Die Elf ist bespickt mit  vielen Spielern, die in der Vergangenheit auch schon für die 1. Mannschaft im Einsatz waren, wie Randy Gottwald, Steven Semke oder Christian Bläsner. Einen Durchmarsch aber wird es wohl trotzdem nicht geben. Dafür nämlich müsste die 1. Mannschaft zeitgleich aus der Landesliga aufsteigen.

  • LSV NEUSTADT/SPREE

Der LSV Neustadt/Spree ist der ranghöchste Aufsteiger, den die Fußball-Lausitz zu bieten hat. Die Spreetaler sind im Sommer in die Sachsen-Liga aufgestiegen. 2013 spielte der LSV noch in der Kreis­oberliga. Schon in der Landesklasse aber hatten die Lausitzer nie etwas mit dem Abstiegskampf zu tun. Nach sechs Jahren ging es nun also noch eine Stufe höher in die 6. Liga. Und auch hier haben die Jungs von Trainer Karsten Haasler einen mehr als respektablen Saisonstart hingelegt mit drei Siegen aus fünf Spielen. Obwohl die Neustädter mit einem Abzug von drei Punkten starten mussten, belegen sie also Rang acht mit sieben Zählern. Dreimal konnte der LSV sogar schon zu Null spielen.

 Im Aufsteiger-Duell gegen BW Leipzig gelang Michal Gamla (r.) und Sachsen-Ligist LSV Neustadt/Spree am Wochenende ein 2:0-Erfolg.
Im Aufsteiger-Duell gegen BW Leipzig gelang Michal Gamla (r.) und Sachsen-Ligist LSV Neustadt/Spree am Wochenende ein 2:0-Erfolg. FOTO: Werner Müller

  • PREUSSEN ELSTERWERDA

Preußen Elsterwerda wartet derweil noch auf seinen ersten Sieg in der Landesklasse Süd. Die Schwarz-Gelben haben in den letzten Jahren einen rasanten Aufstieg erlebt und sind binnen sechs Jahren von der 1. Kreisklasse in die Landesklasse marschiert, also dreimal aufgestiegen. In der 8. Liga haben die Preußen von Trainer Mike Heyne bisher aber noch nicht gewinnen können, obwohl Torjäger Abdoulie Dabo schon vier Mal getroffen hat. Nach drei Unentschieden (unter anderem gegen Vorjahresmeister Döbern/2:2) folgten zuletzt zwei Niederlagen. Mit drei Zählern rangiert Elsterwerda vorerst auf dem 12. Tabellenplatz.

  • FC STAHL RIETSCHEN-SEE

Der FC Stahl-Rietschen-See ist im sächsischen Landesspielbetrieb angekommen. Peu á peu haben sich die Görlitzer nach oben gearbeitet und im vergangenen Sommer die souveräne Meisterschaft in der Kreis­oberliga Oberlausitz gefeiert. Nun versucht sich die Mannschaft von Trainer Martin Procházka in der 7. Liga. Rietschen ist nach fünf Partien zwar der schwächste der drei Aufsteiger, mit sechs Punkten aus fünf Spielen und Rang neun aber trotzdem im Soll. Jüngst gelang ein 5:4 in Weixdorf – nach 1:4-Rückstand!

  • SG BURG

Die SG Burg ist wieder im Kommen und eine Bereicherung für die Kreis­oberliga Niederlausitz. Nachdem der einstige Verbands- und Landesligist seine 1. Mannschaft hatte abmelden müssen und dafür die 2. Mannschaft aufgewertet hat, gelang in der Vorsaison der sofortige Aufstieg in die 9. Liga mit zwölf Punkten Vorsprung. Auch in der neuen Umgebung haben die Spreewälder um den torgefährlichen Abwehrchef Alexander Golnik (vier Tore in vier Spielen) nun schon sieben Punkte holen können und belegen somit Rang sieben.

  • TSV COTTBUS/KIEKEBUSCH

Ein absoluter Kreisoberliga-Neuling ist der TSV Cottbus/Kiekebusch, der hinter Burg Vizemeister wurde, aber mit 121 Toren die beste Offensive der Kreisliga stellte. Vor allem Goalgetter Björn Schneller (fünf Tore in vier Spielen) trifft auch eine Etage höher weiter verlässlich. Dennoch gelang in vier Partien erst ein Sieg. Mit drei Punkten belegt die Spielgemeinschaft derzeit Platz zwölf.

  • BW KLEIN GAGLOW

Nach drei Jahren Abstinenz ist Klein Gaglow wieder zurück in der Kreis­oberliga Niederlausitz. Als Vorjahresdritter rutschten die Blau-Weißen gerade so noch mit nach oben. Hier ließ man am 1. Spieltag gleich ein Leuchtfeuer los mit dem 6:1-Erfolg in Guhrow. Seitdem aber wurde man wieder etwas nervös. Es folgten drei Niederlagen, unter anderem gegen Mitaufsteiger TSV (2:5). Die Mannschaft um Kapitän Angelo Weber ist vorläufig Tabellen-11.

  • GERMANIA PEICKWITZ

Germania Peickwitz ist sicher eines der spannendsten Projekte der Lausitzer Sportlandschaft. Im Jahr 2015 hat sich nach mehreren Jahrzehnten erstmals wieder eine Männermannschaft gefunden. Seither feierten die Senftenberger drei Meisterschaften und spielen nun in der Kreisoberliga Südbrandenburg. Hier sind die Germanen nach vier Partien noch ungeschlagen und mit acht Punkten Tabellensiebter. Kapitän Clemens Amsel traf bereits fünf Mal und ist Zweiter der Torjägerwertung.

  • BLAU-GELB SONNEWALDE

Sonnewalde ist wieder zurück in der Kreisoberliga Südbrandenburg, wo man sich besser anstellen will als beim Abstieg vor drei Jahren. Damals stieg Blau-Gelb mit elf Punkten als Schlusslicht ab. Doch auch in dieser Saison scheint die Mannschaft von Coach Frank Szibalski an ihre Grenzen zu stoßen.  In fünf Partien hat Sonnewalde noch nicht punkten können und ist wieder Letzter. Am Sonntag reist man zum Mitaufsteiger Peickwitz.

 Clemens Amsel (r.) ist das Herzstück von Kreisoberligist Germania Peickwitz. Der 22-jährige Kapitän traf bereits fünf Mal in dieser Saison.
Clemens Amsel (r.) ist das Herzstück von Kreisoberligist Germania Peickwitz. Der 22-jährige Kapitän traf bereits fünf Mal in dieser Saison. FOTO: FuPa Brandenburg