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Asahi Spremberg darf weiter aufs Viertelfinale hoffen

Maximilian Zimmermann war bei der knappen Niederlage gegen Potsdam der Spremberger Held.
Maximilian Zimmermann war bei der knappen Niederlage gegen Potsdam der Spremberger Held. FOTO: Asahi
Spremberg. Die Niederlage kam nicht überraschend, dass sie so knapp ausfällt, hingegen schon. Mit 6:8 mussten sich die Judoka des KSC Asahi Spremberg im Derby gegen den UJKC Potsdam geschlagen geben. pm/jal

Bis zum 6:6 hatten die Lausitzer in der Halle in Neu Haidemühl sogar dagegen gehalten. Danach mussten sich die stark ersatzgeschwächten Gastgeber doch noch beugen.

In der ausverkauften Arena waren neben den mit einem Fanbus angereisten Potsdamern auch der Präsident des brandenburgischen Judoverbandes, Daniel Keller, der Ehrenpräsident Hubert Sturm sowie der Vizepräsident Leistungssport Reinhardt Arnd zu Gast.

Prominenteste Gäste waren aber sicherlich Königin Naa Tsitse Atsereku I. und ihr König Nii Osabu Akwei I. Beide sind die Oberhäupter der "Ga", des zweitgrößten Stammes im westafrikanischen Ghana - und sehr judobegeistert.

Das Königspaar sah enge Duelle und erlebte mit dem Spremberger Maximilian Zimmermann den Mann des Tages. Trotz gebrochener Hand trat er an - und holte gleich zwei Zähler für sein Asahi-Team. Zimmermann war es auch, der den 6:6-Ausgleich besorgte.

Im vorletzten Duell des Abends kam es zum Showdown: Der Spremberger Marcel Schaar schmidt gegen Erik Abramov. Schaarschmidt hatte den Potsdamer am Rand der Niederlage. Der mit viel Herzblut agierende Spremberger sah sich 17 Sekunden vor Schluss sogar schon als Sieger. Sein Konter wurde aber auch nach Prüfung des Videobeweises durch die Kampfrichter nicht bewertet.

Und dann kam es ganz bitter für das Spremberger Schwergewicht. Wie vorher schon bei Emil Kosjanik folgte in der Schlusssekunde die Entscheidung: Ippon für Abramov, nachdem ein weiterer Konterversuch von Schaarschmidt misslang. Der Spremberger sagte später: "Das war schon eine ganz bittere Nummer für mich. Ich wollte so sehr für mein Team gewinnen, dass ich mich in der letzten Sekunde zu dieser Konteraktion hinreißen ließ."

Doch trotz der Niederlage, die dann nach dem letzten Kampf feststand, darf Spremberg weiter auf den Sprung ins Viertelfinal der Bundesliga hoffen. Am letzten Wettkampftag ist noch alles möglich. Mit dem Auswärtskampf beim bisher punktlosen Tabellenletzten JC 66 Bottrop am 1. Juli haben die Lausitzer die vermeintlich leichteste Aufgabe. Und weil sich Judo in Holle und die Sportunion Witten beim direkten Duell die Punkte streitig machen, ist für Asahi alles drin - einen Sieg in Bottrop natürlich vorausgesetzt.

Vereinschef Dirk Meyer sieht es aber realistisch: "Wir haben bis jetzt wirklich eine starke Saison gekämpft und schon mehr erreicht, als alle von uns und auch wir selbst erwartet haben. Bottrop kennen wir noch aus Liga zwei und da haben wir immer nicht gut ausgesehen. Außerdem werden unsere Personalsorgen immer größer. Ich hoffe, wir bekommen überhaupt eine Mannschaft zusammen."