| 19:20 Uhr

Handball
Am Scheideweg mit richtiger Ausfahrt

Marc Schmitz hebt ab. Schon zur Halbzeit hatten die Cottbuser den Ball 23-mal im gegnerischen Tor untergebracht.
Marc Schmitz hebt ab. Schon zur Halbzeit hatten die Cottbuser den Ball 23-mal im gegnerischen Tor untergebracht. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Dank des 33:23-Heimerfolges gegen die SG OSF Berlin bleiben die Cottbuser Handballer in der Oberliga auf Kurs. Von Wolfgang Swat

In der Handball-Oberliga haben die Männer des LHC Cottbus am Samstag in der Lausitz-Arena die SG OSF Berlin deutlich mit 33:23 besiegt. Erfolgreichste Torschützen waren Nick Widera mit zehn und ­Alexander Takev mit acht Treffern, die beide zusammen damit mehr als die Hälfte aller LHC-Tore erzielten.

Für den LHC war es ein Spiel am Scheideweg. Bei einer Niederlage wäre man einerseits der Abstiegszone gefährlich nahe gekommen und hätte andererseits mindestens Platz fünf als Saisonziel abhaken können.

Die Spieler von Trainer Marcus Meier fanden ohne Irrwege sofort die richtige Ausfahrt. In keiner Phase des Spiels gegen die bis dahin vor ihnen platzierten Berliner ließen sich die Lausitzer von ihrem eingeschlagenen Weg abbringen. Die beiden besten Cottbuser an diesem Tag, Alexander Takev und Nick Widera,  eröffneten den Torreigen, dem bis zum Halbzeitstand eine Trefferflut bis zum 23:11 folgte. „Wir sind endlich wieder mit aller Konsequenz in unsere Aktionen gegangen und haben losgelegt wie die Feuerwehr“, freute sich Marcus Meier und fügte schmunzelnd hinzu: „Im Gegensatz zu den vorigen Spielen konnten wir ja endlich wieder unsere roten Trikots anziehen.“ Der erste Satz Spielkleidung hatte sich nämlich als zu wenig reißfest erwiesen und musste deshalb getauscht werden.

Lediglich in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit agierten die Cottbuser etwas leichtfertiger. „Da musste ich die Jungs schon ermahnen, konzentriert zu bleiben“, so Meier. Angesichts der klaren Führung gewährte er allen Spielern Einsatzzeiten, was im Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf noch von Bedeutung werden könnte. „Die Liga ist insgesamt stärker geworden, und die kommenden Spiele werden nicht leichter. Unter den ersten acht Mannschaften kann jeder jeden schlagen“, so Meier im Hinblick auf die kommenden Aufgaben. Deshalb habe er in diesem Spiel die Möglichkeit genutzt, das eine oder andere zu probieren.

Die Ausfahrt am Scheideweg hat der LHC gegen die SG OSF Berlin zur Freude der geschätzt 350 Zuschauer richtig gewählt. Nun muss der Kurs auch beibehalten werden. „Wir wollen unser Saisonziel auf jeden Fall noch erreichen“, so Meier.

LHC: Adam, Berndt; Widera (10 Tore), A. Takev (8); Schmitz (5), R. Takev (4), Lößner (3),  Reimann (2), Baccar (1), Nietzel, Efa, F. Takev, Mulemba

„Endlich wieder konsequent“, freut sich LHC-Trainer Marcus Meier.
„Endlich wieder konsequent“, freut sich LHC-Trainer Marcus Meier. FOTO: Steffen Beyer