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| 19:26 Uhr

Cottbus
Sport will den Ostsee erobern

Cottbus. Cottbuser Vereinsmitglieder wollen mit weiteren Projekten auf die Förderliste der Kohlekommission. BMX-Halle und Rundweg sollten nur ein Anfang sein. Von Peggy Kompalla

Das Cottbuser Stadtmuseum betritt mit einem Projekt Neuland und blickt in die Zukunft statt in die Vergangenheit. Zwei Jahre lang erforschen die Historiker Stadtgeschichte unter dem Aspekt „Sportlich auf dem Weg zum Cottbuser Ostsee“. Dabei sind am Donnerstagabend zahlreiche Vereinsmitglieder zu Wort gekommen. In der angeregten Debatte im Stadtmuseum bekräftigten die Sportfreunde nicht nur, dass der Sport ein wichtiger Teil der Entwicklung des Ostsees sein müsse. Sie forderten darüber hinaus, dass die Förderliste der Kohlekommission um Projekte für den Ostsee-Sport erweitert wird.

Stadtsportbundchef Tobias Schick betonte: „Wir brauchen Sportanlagen und ein Vereinsheim für den Cottbuser Ostsee-Sportverein. Denn nur mit Eigentum ist auch eine Förderung möglich.“ Aus Sicht des Sportfunktionärs könne sich der Ostsee mit einer Vielfalt von Breitensport- und Spezialangeboten profilieren. Der Rundweg sei dabei die zentrale Forderung und eine wichtige Komponente für den Übergang. „Dabei lohnt sich ein Blick nach Senftenberg. Dort sind die Wege viel zu schmal geworden. Das sollten wir in Cottbus besser machen.“

Darauf konnte Stadtentwickler Thomas Kramer gleich antworten: „Mit den Verkehrsplanern werden die Querprofile untersucht und dabei auch die verschiedenen Nutzer in Betracht gezogen.“ Die Stadt Cottbus arbeite bereits an Plänen für den Rundweg, der im Osten über die Kippe geführt werden soll. „Die Planung soll 2019/2020 fertiggestellt sein – inklusive aller Rastplätze, Parkplätze und Fitnesspunkte“, so Kramer. Der Rundweg und eine BMX-Halle seien in der Förderliste der Kohlekommission enthalten. Die sei aber noch lange nicht komplett, war der Tenor der Debatte. Sportdezernentin Maren Dieckmann (parteilos) unterstrich diesen Ansatz: „Wir müssen in der Region lauter und das Land Brandenburger aktiver werden, um mehr rauszuholen. Ansonsten grasen die Sachsen alles vor uns ab.“

Tobias Schick betonte: „Anlaufpunkte müssen aber jetzt schon gesetzt werden.“ Das war das Stichwort für Hubert Mader: „Deshalb haben wir schon längst den Willmersdorfer Strand eröffnet und einen Beachvolleyplatz errichtet.“ Aber auch in Lakoma müsse etwas geplant werden, damit der Standort besser genutzt wird. Derweil stehen in Schlichow die ersten Fitnessgeräte der Ostseemeile. René Lehmann vom Ostsee-Sportverein plädierte: „Wir müssen erkennen, dass man in der Gemeinschaft mehr schaffen kann.“