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| 18:59 Uhr

Wasserspielplatz Cottbus soll 2020 fertig werden
Für die Bürgerstiftung zählt jeder Spenden-Cent

 Peter Albert, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Cottbus und Region, präsentiert den Plan für den Wasserspielplatz im Eliaspark.
Peter Albert, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Cottbus und Region, präsentiert den Plan für den Wasserspielplatz im Eliaspark. FOTO: LR / Nils Ohl
Cottbus. Sobald genug Geld vorhanden ist, soll am Wasserspielplatz Cottbus im Eliaspark weiter gebaut werden. Jeder Bauabschnitt kostet etwa 80 000 Euro, die komplett über Spenden finanziert werden müssen. Von Nils Ohl

Rund 80 000 Euro soll der zweite Bauabschnitt für den Wasserspielplatz im Eliaspark kosten. Knapp 3000 Euro hat die Bürgerstiftung Cottbus und Region bisher an Spenden zusammenbekommen. Trotzdem ist Peter Albert, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, optimistisch, dass der Bau wie geplant in diesem Jahr voranschreiten kann.

„Das Konzept ist, mit dem Spielplatz den Lauf der Spree von der Quelle in Sachsen bis zur Mündung in Berlin nachzustellen“, erklärt Albert. Der erste Bauabschitt von der Quelle bis zur Talsperre Spremberg konnte im September 2018 eröffnet werden. „Nun steht im zweiten Bauabschnitt das Herz unserer Region mit Cottbus an. Dabei werden der Spremberger Turm als Rutsche, der Cottbuser Ostsee als Matschanlage und der Speewald mit einem Kahn nachempfunden“, so Albert. Der dritte Bauabschnitt soll Berlin mit Fernsehturm und Festung Spandau, wo die Spree in die Havel mündet, repräsentieren.

Jeder Bauabschnitt kostet etwa 80 000 Euro, die komplett über Spenden finanziert werden müssen. Die Bürgerstiftung hat sich auf die Fahnen geschrieben, dieses Geld zu organisieren. Betrieben wird der Spielplatz dann von der städtischen Gesellschaft CMT.

„Wir haben schon unzählige Spenden für den ersten Bauabschnitt sammeln können, jetzt geht es damit weiter“, betont Peter Albert. An rund 40 Stellen in der Stadt stehen die Spendenbüchsen – von Bäckereien über Apotheken und Haarstudios bis zu Hotels. Allerdings werden hier vor allem Münzen und kleinere Eurobeträge gespendet. „Wir benötigen weiter dringend jeden Cent, doch für die großen Projekte braucht es einfach größere Sponsoren“, sagt Albert. „Deshalb hoffen wir, noch den einen oder anderen Großsponsor zu finden“. So ist die Nachbildung des Cottbuser Ostsees mit knapp 23 500 Euro veranschlagt, der Spremberger Turm mit 21 000 Euro. Erste Gespräche mit potenziellen Sponsoren laufen. Daher rührt auch, trotz derzeit noch sehr knapper Kasse, der Optimismus des Vorstandvorsitzenden. Ziel sei, den zweiten Bauabschnitt bis Ende 2019 zu schaffen. Optimal wäre die Einweihung zu Beginn der Sommerferien, aber dafür müsse alles perfekt laufen. Realistisch sei wohl der Herbst 2019. „Wir können die Bauaufträge bei der Firma Built a Rock ja erst auslösen, wenn wir das Geld wirklich haben“, erklärt Albert. Der Bau selbst würde dann noch zwei bis drei Monate in Anspruch nehmen.

Als seinen großen Traum bezeichnet es Peter Albert, vielleicht schon in diesem Jahr genug Geld zu bekommen, um gleich den dritten Bauabschnitt mit zu erledigen. Auf jeden Fall sollte das Gesamtprojekt bis 2020 fertig werden.

Einen Vorgeschmack auf den Lohn der Mühen konnten die Organisatoren schon im vergangenen Herbst bekommen. „Es war schön zu sehen, wie die Kinder sich freuen, mit dem Element Wasser umzugehen“, sagt Peter Albert. „Wir bauen den Spielplatz ja nicht für die Erwachsenen, sondern für die Kinder“.

Zur Erinnerung – der alte Wasserspielplatz an gleicher Stelle musste aus hygienischen Gründen wegen stehender Wasserflächen geschlossen werden. Deshalb setzt der Neubau konsequent auf fließendes Wasser. Sobald die Witterung es zulässt, werden im Frühjahr die „Spreequellen“ im Eliaspark wieder aufgedreht und Kinder können im fertigen Teil spielen, unabhängig vom Baugeschehen.