ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 21:31 Uhr

Siegerin
Spitzen-Plakat aus Cottbus gegen das Komasaufen

 Laeticia von der Forst, Schülerin des Evangelischen Gymnasium Cottbus, gewinnt „bunt statt blau“  in der Kategorie „Jüngere Künstler“.  
Laeticia von der Forst, Schülerin des Evangelischen Gymnasium Cottbus, gewinnt „bunt statt blau“  in der Kategorie „Jüngere Künstler“.   FOTO: Paul Hahn
Potsdam/Cottbus. Laeticia von der Forst, Schülerin des Evangelischen Gymnasium Cottbus, gewinnt den Wettbewerb „Bunt statt blau“ in der Kategorie „Jüngere Künstler“. Die Kampagne der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) richtet sich gegen das Komasaufen von Jugendlichen.

Kunst gegen das Komasaufen: Laeticia von der Forst aus Cottbus hat den Plakatwettbewerb „Bunt statt blau“ in der Kategorie „Jüngere Künstler“ gewonnen.

Im Frühjahr haben sich bundesweit fast 9000 Schüler mit kreativen Ideen an der Kampagne der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) gegen das Komasaufen bei Jugendlichen beteiligt. Der Wettbewerb geht in diesem in das zehnte Jahr. Seit dem Start der Präventionskampagne waren mehr als 100 000 Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren kreativ dabei.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, und der Vorstandsvorsitzende der DAK-Gesundheit Andreas Storm wählten in der Bundesjury das Werk der Schülerin vom Evangelischen Gymnasium Cottbus zum besten Plakat in der Kategorie „Jüngere Künstler“. Mit ihrer Arbeit gewann die Schülerin 300 Euro.

 Gruppenbild mit Jury von der heutigen Siegerehrung v.l. Emree Kavás, Sänger und Botschafter „bunt statt blau“, Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, Laeticia von der Forst, Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung und Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, IFT-Nord
Gruppenbild mit Jury von der heutigen Siegerehrung v.l. Emree Kavás, Sänger und Botschafter „bunt statt blau“, Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, Laeticia von der Forst, Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung und Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, IFT-Nord FOTO: Paul Hahn

Das Leben ist bunt: „Laeticia hat für das Plakat ihr Gesicht toll fotografiert und eine passende Frage an ihre Altersgenossen daruntergesetzt“, sagte Andreas Storm bei der Siegerehrung. „Das Leben ist bunt!!! Warum du nicht auch?“, steht in Großbuchstaben unter dem Foto des Mädchens. Ihre eine Gesichtshälfte ist mit dunklen Blautönen bemalt, dies soll ein Leben mit zu viel Alkohol symbolisieren: „Man ist für einen Moment glücklich und vergisst alle Sorgen“, so stellt Laeticia es sich vor. „Doch wenn man dann in die Realität zurückkommt, geht es einem vielleicht nicht so gut; alle Sorgen, Probleme und eventuell noch mehr wären plötzlich wieder da.“

Die andere Hälfte des Gesichtes auf ihrem Plakat ist bunt bemalt, wirkt unbeschwert und fröhlich. „Das Leben ohne Alkohol hat natürlich seine Höhen und Tiefen. Man kann es jedoch bewusst erleben und zu etwas Schönem machen“, so Laeticia weiter.

Die Präventionskampagne „Bunt statt blau“ richtet sich gegen exzessiven Alkoholkonsum, bei dem Jugendliche binnen weniger Stunden so viel trinken, bis sie einen gefährlichen Vollrausch haben. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts kamen 2017 bundesweit 21 721 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. In Brandenburg waren es 435.

Der Plakatwettbewerb ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, mit der auch Lehrkräfte und Eltern über Alkohol aufgeklärt werden.

Die Schüler setzen sich erst inhaltlich mit dem Thema auseinander und gestalten dann ihre Plakate. Dadurch wirkt „Bunt statt blau“ sehr positiv. „Die Teilnehmer gehen nach dem Wettbewerb bewusster mit Alkohol um. Das zeigen Begleitstudien“, betont Andreas Storm. „Vor allem sind die eingereichten Siegerplakate bei der Aufklärung über die Risiken von Alkohol wirkungsvoller als viele konventionelle Warnhinweise“, erklärt der erfahrene Gesundheits-Experte weiter.