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| 01:31 Uhr

Spielzimmer in Klinik für Kindermedizin geschlossen

Cottbus. In der Cottbuser Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist das Spielzimmer abgeschafft worden. Die drei dort beschäftigten Erzieherinnen haben neue Jobs gefunden, zwei von ihnen in einer städtischen Kita, so die Sprecherin des Carl-Thiem-Klinikums, Annegret Hofmann.

Die Kinder seien mittlerweile keine sechs Tage mehr in der Klinik, erklärt Kinderklinik-Chef Dr. Thomas Erler. Sie hielten sich somit nur noch in schwer krankem Zustand in der Klinik auf. Dies erlaube keine spielerische Betreuung mehr. Weiter führt Erler das gestiegene Durchschnittsalter der Kinder und Jugendlichen an und die notwendige Trennung von Patienten mit unterschiedlichen Erkrankungen. Die Neuordnung der Klinik nach Krankheitsgruppen auf sechs Stationen sowie verdichtete Diagnostik- und Therapiepläne seien weitere Gründe für die Entscheidung gewesen. Schließlich weist Chefarzt Erler auch auf das Elternhaus hin. Aufgrund der immer länger währenden Anwesenheit der Eltern dort werde kindergärtnerische Betreuung weniger in Anspruch genommen.Eine Mutter aus Neiße-Malxetal, Kathrin Oppermann, bedauert unterdessen die Schließung einem Brief an die RUNDSCHAU: Viele Kinder seien nun auf sich allein gestellt. dpr