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Spielplatz wartet auf Wasser

Der Wasserspielplatz im Eliaspark liegt seit vergangenem Jahr auf dem Trockenen. Trotzdem wird er noch gern genutzt.
Der Wasserspielplatz im Eliaspark liegt seit vergangenem Jahr auf dem Trockenen. Trotzdem wird er noch gern genutzt. FOTO: Michael Helbig/mih1
Cottbus. Der Wasserspielplatz im Eliaspark liegt nicht nur trocken, sondern den Cottbusern am Herzen. Deshalb will sich nun die Bürgerstiftung ums Wasser kümmern. In der Zwischenzeit bietet das Familienhaus eine kleine Alternative. Peggy Kompalla

Im vergangenen Jahr war der Wasserspielplatz noch ein Politikum. Nach der Oberbürgermeisterwahl wurde es ziemlich ruhig um ihn. Von den Gedankenspielen angeregt, ließen sich die Cottbuser allerdings nicht mehr von der Idee abbringen, wieder Wasser auf den Spielplatz zu bekommen, sogar Geld wurde gesammelt - obwohl konkrete Pläne dafür bislang fehlen.

Der Spielplatz liegt in der Verantwortung der Cottbuser Messegesellschaft (CMT). Ihr Geschäftsführer Bernd Koch versichert: "Wir bemühen uns, die Fläche ordentlich und verkehrssicher zu halten. Die Kinder turnen auch so weiter dort herum." Seit vergangenem Jahr liegt der Spielplatz aus technischen Gründen auf dem Trockenen. Die Wasserversorgung machte Probleme und die Holz-Spielgeräte selber sind nach 20 Jahren so sehr in Mitleidenschaft geraten, dass Teile aus Sicherheitsgründen abgebaut werden mussten.

Sozialdezernent Berndt Weiße (parteilos) erklärt: "Wir arbeiten sehr intensiv an einer Lösung." Allerdings werde die Stadt das Projekt nur mithilfe der Cottbuser stemmen können, fehlt es doch an Geld in der Stadtkasse. "Ich bin großer Hoffnung, dass das genauso funktionieren wird wie im Tierpark, wo sich viele Firmen engagieren. Erste Zusagen haben wir bereits." Der kurzzeitig von Alt-Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) ins Spiel gebrachte Standort im Spreeauenpark ist Weiße zufolge verworfen. "Der Eliaspark ist der traditionelle Standort und soll es auch bleiben", erklärt er.

Allerdings wird ein neuer Wasserspielplatz ganz anders aussehen als der alte. "Solche großen offenen Wasserflächen sind aus hygienischen Gründen heute nicht mehr zulässig", sagt der Sozialdezernent. "Es wird Spielgeräte geben, aus denen Wasser herausläuft und wieder versickert."

Das Projekt hat sich die Bürgerstiftung auf die Fahne geschrieben. Angelika Koal (Frauenliste) ist im Vorstand aktiv. "Allerdings brauchen wir dafür als Grundlage ein Votum des Stadtparlaments", erklärt sie. Ein entsprechender Antrag soll in der nächsten Sitzung am Mittwoch, 29. April, eingebracht werden. "Danach können wir konzentriert auf die Suche nach Sponsoren gehen." Das Geldsammeln will die Stiftung übernehmen. Planung und Ausführung des Wasserspielplatzes werde in der Hand der Stadt bleiben. Ein kleines Problem ist Angelika Koal zufolge bereits beseitigt: Die Betriebskosten für den Wasserspielplatz werden im Haushalt der Messegesellschaft eingestellt. Doch mit der Umsetzung wird es noch ein Weilchen dauern.

Bis dahin gibt es eine Zwischenlösung. Denn das Familienhaus eröffnet diesen Freitag um 14.30 Uhr einen kleinen Wasserspielplatz. Jugendhilfe-Geschäftsführer Jörn Meyer betont: "Das ist keinesfalls eine Alternative oder eine Konkurrenz zum Eliaspark." Der kleine Spielplatz mit Sandkasten befindet sich auf dem Hof des Familienhauses und ist für alle zugänglich. Rund 20 000 Euro hat er gekostet.