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Aus dem Gerichtssaal
Spektakulärer Mordprozess hat in Cottbus begonnen

Am Landgericht Cottbus hat nach dem Mord in Finsterwalde der Prozess gegen seinen mutmaßlichen Mörder begonnen, der noch ein weiteres Opfer in Berlin umgebracht haben soll.
Am Landgericht Cottbus hat nach dem Mord in Finsterwalde der Prozess gegen seinen mutmaßlichen Mörder begonnen, der noch ein weiteres Opfer in Berlin umgebracht haben soll. FOTO: Simone Wendler / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Cottbus. In Cottbus hat ein spektakulärer Mordprozess begonnen. Vor dem Cottbuser Landgericht steht ein Mann aus Lettland, der nicht nur Ende Januar einen Rentner in Finsterwalde (Elbe-Elster) umgebracht haben soll.

Ein 34-jähriger Lette hat am Donnerstag vor dem Landgericht Cottbus eingeräumt, Ende Januar in Finsterwalde einen Rentner zusammengeschlagen zu haben. Er gab zum Prozessauftakt auch zu, dessen Auto und Wertgegenstände aus der Wohnung des ihm gut bekannten Seniors, mitgenommen zu haben. Der zur Tatzeit in Lauchhammer wohnhafte Angeklagte bestritt jedoch jede Raubabsicht und schildert die Tat als eine „Tragödie“. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, das Opfer mit 25 Schlägen auf Kopf und Gesicht umgebracht zu haben, um sein Auto zu entwenden.

Den zweiten, ihm zur Last gelegten Mord an einem Kleindealer in Berlin bestritt der Angeklagte komplett. Er habe den Mann gekannt, am Tattag auch Drogen bei ihm gekauft. Mit seinem Tod habe er jedoch nichts zu tun, versicherte er. Die Staatsanwaltschaft ist dagegen sicher, dass er den Dealer mit 25 Stichen in Kopf und Oberkörper tötete, um ihn auszurauben.

(sim)