Lausitzer ringen um den ganz großen Wurf für die Zukunft nach der Kohle: Tesla hat als weltweiter Innovationstreiber für Elektro-Mobilität im Sommer verkündet, auch in Europa eine Gigafactory - eine Batteriefabrik – bauen zu wollen. Nachdem Tesla-Chef Elon Musk jetzt höchstselbst in einem Tweet konkret Deutschland favorisiert haben soll, sind Lausitzer Bürger und die Spitzen der heimischen Wirtschaft schier aus dem Häuschen und bringen die Menschen in Bewegung.

Ralf Henkler, Leiter der Wirtschaftsregion Cottbus - Niederlausitz des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), und Jens Taschenberger, Chef der Cottbuser Agentur „Zwei Helden“, stellen sich an die Spitze „einer sozialen Bewegung für die Zukunft einer ganzen Region“. Unter dem Motto #WelcomeTesla (welcome: zu deutsch das Willkommen, aber auch erwünscht und erfreulich, gern gesehen) soll spektakulär und einzigartig in Europa „von unten“ dafür geworben werden, dass die Tesla Gigafactory Europe in die Lausitz kommt.

Die soziale Bewegung mache klar, „dass die Lausitz der beste Standort in Europa ist“ und formuliert die Forderung an Bund und Länder, „hier den vielfachen Zusagen für eine Strukturentwicklung und nachhaltige Ansiedlungspolitik in der Lausitz nachzukommen“. Die maximale Förderung für die Investition und ein Wertschöpfungsversprechen für die nächsten 40 bis 50 Jahre erwarten die Lausitzer von Bund und Ländern. Brandenburg und Sachsen gelten als Mitbewerber um die Investition.

Die Vergabe der neuen Bundesstraßenbehörde nach Leipzig und der Verbleib des Landesrechnungshofes in Potsdam seien Enttäuschungen für die Menschen in der Lausitz. Diesen müsse die Politik endlich ein positives Signal entgegensetzen. Ein gemeinsamer Kraftakt für Tesla in der Lausitz wäre „weit über wirtschaftliche Aspekte hinaus auch ein starker demokratischer Impuls für die Region“, so Henkler und Taschenberger weiter.

Die Initiatoren, die Mitte Oktober auf Tausende Unterstützer für einen Lichtimpuls vom Lausitzring in den Himmel setzen, sind sicher: Die europäische Batteriefabrik von Tesla „würde der Lausitz genau die Wertschöpfungskette zurückgeben, die ihr die Politik mit dem Kohleausstieg nehmen wird“.

Das spektakuläre Lichtermeer soll das Symbol sein, das dem von SpaceX-Mitgründer und Tesla-Chef Elon Musk ins All geschickten Tesla Roadster den Weg heim - in die Lausitz - leuchten soll. „Tesla soll in der Lausitz landen. Für diese Aktion sind alle Lausitzer eingeladen, mit Taschenlampen, Scheinwerfern und anderen Lichtquellen das Signal zu verstärken“, so die Initiatoren. Am 18. Oktober, 18.10 Uhr wird der Lichtimpuls auf dem Lausitzring bei Klettwitz (Oberspreewald-Lausitz) ausgesendet - flankiert von einer Tesla-Parade.

„Packen wir es in der Lausitz doch selbst an. Das ist amerikanische Mentalität, das hebt eine Region aus der Flut politischer und administrativer Bemühung um die Gigafactory Europa heraus“, so der Aufruf. „Machen wir die Lausitz zum besten Platz für Tesla! #Welcome Tesla“, erklären Ralf Henkler und Jens Taschenberger.

#Welcome Tesla
18. Oktober 2018, 18.10 Uhr
Lausitzring (Einlass: ab 17 Uhr)