Sie gewann 28,63 Prozent der Stimmen und zieht dadurch mit den Linken mit 14 Sitzen im neuen Stadtparlament gleich. Großer Verlierer der Wahl sind die CDU (minus 5,85) und die AUB (minus 5,59 Prozent). Trotz einer hohen Wahlbeteiligung wird die NPD mit zwei Sitzen vertreten sein.

SPD-Fraktionschef Reinhard Drogla schloss neue Konstellationen nicht aus. "Wir sollten jetzt nicht hochnäsig werden und auch die kleinen Parteien, die keinen Fraktionsstatus erlangt haben, weiter an den Entscheidungen beteiligen", sagte er. Für den Fraktionsstatus brauchen die kleinen Parteien und Gruppierungen vier Sitze aufgrund einer Änderung der Kommunalverfassung. Dieser Status ist wichtig, um Themen auf die Tagesordnung setzen oder Sitze in Ausschüssen besetzen zu dürfen und einen Anspruch auf Sachmittel zu haben. Bis auf die AUB, die es knapp geschafft hat, sind alle anderen an dieser Hürde gescheitert. Eine Allianz aus Frauenliste (zwei Sitze) und FDP (drei Sitze) schließt FDP-Fraktionschef Matthias Schulze nicht aus.

Eine Koalition aus FDP und AUB ist unwahrscheinlich. Die DSU hat den Einzug ins Stadtparlament verfehlt. Auch die SUB hat es nicht geschafft, während die NPD in Sachsendorf und in Schmellwitz jeweils einen Sitz gewonnen hat.

Die Wahlbeteiligung lag bei 42,67 Prozent (14,27 Prozentpunkte höher als im Jahr 2003).