| 17:27 Uhr

Cottbus
SPD-Abgeordneter gegen seine Regierungspartei

Cottbus.

Im Zusammenhang mit der Novellierung des Brandenburger Kita-Gesetzes hat der SPD-Abgeordnete Andreas Rothe kein Problem damit, sich gegen die Entscheidung seiner eigenen Regierungspartei zu stellen. Das betonte er am Donnerstagabend während des Bildungsausschusses. Dort erklärte Jugendamtschef André Schneider die Position der Stadt Cottbus zum vorliegenden Gesetzentwurf. Größter Kritikpunkt aller Kommunen: Die fehlende Vergütung von zehn Betreuungsstunden. Das Land Brandenburg bezahlt das Kita-Personal – allerdings maximal für acht Stunden Betreuung. In Cottbus besucht allerdings die Hälfte der Kinder die Einrichtungen zehn Stunden lang. Diese Überstunden werden damit nicht bezahlt. Für Cottbus sind das laut André Schneider 2,5 Millionen Euro jährlich. Die Kommune könne das nicht übernehmen. Andreas Rothe erklärte deshalb: „Ich hätte kein Problem damit, über die Stadtverordnetenversammlung ein Schreiben mit der Forderung aufzusetzen und sie auch gegenüber der eigenen Partei deutlich zu machen.“

(pk)
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