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| 05:00 Uhr

Zu viel Rendite
Sparkasse kündigt Tausende Sparverträge

 Mehr als 5000 Sparkassen-Prämiensparer haben Post von ihrer Bank bekommen.
Mehr als 5000 Sparkassen-Prämiensparer haben Post von ihrer Bank bekommen. FOTO: dpa / Julian Stratenschulte
Cottbus. Wegen des für Banken ungünstigen Zinsumfeldes werden alte Verträge für die Institute teuer. Von Daniel Steiger

Die Sparkasse Spree-Neiße kündigt derzeit Tausende Sparverträge. Das bestätigte das Geldinstitut auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Betroffen sind dabei sogenannte Prämiensparverträge.

Bei diesen besonderen Sparformen wird neben einem Zins auch eine wachsende Prämie auf die jährliche Einzahlsumme gewährt. Nach Angaben einer Sprecherin der Sparkasse Spree-Neiße sind 5531 Verträge von der Kündigung betroffen. Als Begründung beruft sich die Sparkasse auf das Niedrigzinsumfeld und ein Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH).

Von der Kündigung betroffen sind Verträge, die bereits länger als 15 Jahre laufen und die höchste Prämienstufe erreicht haben. Genau für diese hatte der BGH im Mai dieses Jahres eine Kündigung als rechtlich in Ordnung beurteilt und die Klage eines Sparkassenkunden aus Stendal abgewiesen.

Nach RUNDSCHAU-Recherchen haben sich andere Sparkassen in der Lausitz nicht für eine Kündigung dieser Prämiensparverträge entschieden. So gaben die Sparkassen Elbe-Elster, Niederlausitz, Oberlausitz-Niederschlesien und die Mittelbrandenburgische Sparkasse zu entsprechenden Rückfragen an, bisher keine Kündigungen ausgesprochen zu haben.

Beratung für von der Kündigung betroffene Kunden bietet die Verbraucherzentrale Berlin-Brandenburg an. Deren Finanzexperte Erk Schaarschmidt rät, die Kündigungen genau zu prüfen und bei Beanstandungen schriftlichen Widerspruch einzulegen.